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UP
09.11.2009
Brand in Müllvorratsbunker der
EVI Abfallverwertung im Europark
90
Feuerwehrleute
neun Stunden
im Einsatz -
Keine
Schadstoffe
in der Luft
festgestellt
Nach
Einschätzung
der Polizei
Emlichheim
entstand der
Brand am
frühen
Sonntagnachmittag
durch die
Wärmeentwicklung
im Müllberg.
Rund 6000
Tonnen Müll
lagerten in
dem
Vorratsbunker
der
Verbrennungsanlage.
Endgültig
ist die
Ursache für
die
Brandentstehung
noch nicht
geklärt.
Ein
Kranführer
hatte gegen
15 Uhr am
Sonntag
einen
Schwelbrand
in dem
Mülllager
bemerkt und
zunächst die
betriebseigene
Feuerlöschanlage
eingesetzt.
Doch schnell
stellte sich
heraus, dass
der Brand so
nicht zu
löschen war.
Daher
alarmierte
die
Firmenleitung
die
Freiwillige
Feuerwehr
Emlichheim,
die mit
Unterstützung
der
Feuerwehren
aus
Hoogstede
und Wilsum
sowie der
Kollegen von
der
Brandweer
Coevorden
den
Löscheinsatz
übernahmen.
Gegen
Mitternacht
war der
Brand
schließlich
gelöscht. Im
Einsatz
waren bis
dahin etwa
90
Feuerwehrleute
unter der
Leitung des
Emlichheimer
Gemeindebrandmeisters
Uwe Rex.
Parallel zu
den
Löscharbeiten
hatte die
Technische
Ermittlungsgruppe
Umwelt der
Polizeidirektion
Osnabrück in
Eschebrügge,
Coevorden
und
Agterhorn
Luftmessungen
vorgenommen.
Dabei wurden
keine
Hinweise auf
eine
Luftverunreinigung
entdeckt.
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UP
14.05.2009
Was
macht man mit dem ganzen Müll?
Landkreis will ein Gutachten
Der Landkreis will die
Abfallwirtschaft auf den
Prüfstand stellen und für die
Zukunft ausrichten. Der
Kreisausschuss hat während
seiner jüngsten Sitzung
beschlossen, Professor Karlheinz
Scheffold vom „Büro für Abfall
und Umwelt“ in Düsseldorf mit
einem Organisationsgutachten zu
beauftragen. Gestern hat die
Verwaltungsspitze auf einer
Pressekonferenz die Planung
vorgestellt.
Von Manfred Münchow - Nordhorn.
Hintergrund der Auftragsvergabe
ist das Auslaufen von
Entsorgungsverträgen in einigen
Jahren. Dann gilt es etwa zu
entscheiden, ob weiter private
Unternehmen damit beauftragt
werden, die verschiedenen
Müllsorten einzusammeln, oder ob
der Abfallwirtschaftsbetrieb des
L...
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UP
26.02.2009
Amt
stoppt Verladung von Containern mit Müll
Voller Zug der BE
blieb stehen – Minister Tiefensee will vermitteln
is Coevorden/Emlichheim.
Die Verbrennung von Müll bei der
EVI-Abfallverwertung im Europark Emlichheim/Coevorden
ist mit dem Probebetrieb im Sommer 2008 gestartet.
Inzwischen wird auch Hausmüll aus Österreich und der
Schweiz per Zug direkt auf das Firmengelände
transportiert.
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UP
19.08.2008
Vuilverbrander kan
lawaai goedkoop bestrijden
DVHN 19.09.2008
Aktuelle Nachrichten Coevorden.nl
coevorden - De directie van de vuilverbrander in Coevorden kan de
lawaaioverlast van de afgelopen weken met een eenvoudige ingreep de
wereld uithelpen. Volgens de Coevorder wethouder Geert Braam (PvdA) is
een investering in een geluiddemper van 25.000 euro afdoende.
Bewoners van de nabijgelegen wijk De Heege klagen sinds juni steen en
been over lawaai die de Europark Verbrandingsinstallatie (EVI)
produceert. Het 'uitblazen' van honderden meters lange pijpleidingen
duurt langer dan verwacht.
Coevorden hamert er al weken bij het bedrijf op het lawaai aan te pakken.
Burgemeester en wethouders leggen nu een dwangsom op van 25.000 euro
voor iedere overtreding na 5 september 17.00 uur, met een maximum van
125.000 euro. In de tussentijd mag het bedrijf alleen op werkdagen
tussen 8.30 en 17.30 uur de leidingen doorblazen.
Wijkbewoners hebben zich schamper uitgelaten over de strobalen die het
bedrijf rondom de elektriciteitscentrale heeft geplaatst, om zo het
lawaai te bestrijden. Braam heeft niets tegen die maatregel. "Als het
maar helpt, maar dat doen de strobalen niet. De hoogte van de dwangsom
is gerelateerd aan de aanpak die wel werkt: een geluiddemper van pakweg
25.000 euro." De directie van EVI wil niet reageren. De vuilverbrander
vergde een investering van 200 miljoen euro.
Deutsch
Müllverbrennung könnte Lärm günstig bekämpfen
Die Direktion der Müllverbrennungsanlage in Coevorden kann die
Lärmbelastung der letzten Wochen mit einem einfachen Eingriff aus der
Welt schaffen.
Gemäß dem Coevordener Beigeordneten Geert Braam (PvdA) würde durch eine
Investition von 25.000 euro in einen Schalldämpfer ausreichen.
Anwohner des nahe gelegenen Wohngebietes De Heege klagen heftigst seit
Juni über den Lärm die die Müllverbrennnugsanlage (EVI) verursacht.
Das 'Ausblasen' der hundert meter langen Rohrleitungen dauert länger als
erwartet.
Coevorden drängt den Betrieb bereits seit Wochen den Lärm zu beseitigen.
Bügermeister und Beigeordnete haben ein Bußgeld von 25.000 euro für jede
Übertretung nach dem 5. September 17:00 Uhr , mit einem maximum von
125.000 euro, auferlegt.
In der Zwischenzeit darf der Betrieb nur an Werktagen zwischen 8:30 und
17:30 Uhr die Leitungen durchblasen.
Bewohner des Wohngebietes höhnisch über die Strohballen ausgelassen die
der Betrieb rund um Elektrizitätszentrale plaziert wurden, um so den
Lärm zu bekämpfen.
Braam hat nichts gegen diese Maßnahme. "Wenn es hilft, aber das tun die
Strohballen nicht. Die Höhe des Bußgeldes ist bezogen auf die Maßnahme
die wirkt: eine Schalldämpfer von etwa 25.000 euro." Die Direktion von
EVI reagiert nicht. Die Müllverbrennung erfordert eine Investition von
200 Millionen euro.
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UP
13.08.2008
Overlast EVI nog niet verholpen
13-08-2008
COEVORDEN - De geluidsoverlast van de
EVI, de Europark Vuilverbrandings Installatie, in Coevorden is nog
niet verholpen.
Dinsdag verliep het ultimatum van de gemeente Coevorden.
De gemeente gaf het bedrijf eind juli 2 weken de tijd om een einde te
maken aan de overlast.
De verbrandingsinstallatie staat op Duits grondgebied, maar de turbine
staat in Nederland.
Om de nieuwe installatie in bedrijf te kunnen brengen moeten de
stoomleidingen van de turbine regelmatig worden doorgeblazen.
En dat geeft vooral overlast in de aanliggende woonwijk De Heege.
De directie van de EVI was woensdagmorgen niet bereikbaar voor
commentaar.
Belästigung durch EVI
noch nicht behoben 13-08-2008
Die Lärmbelästigung durch EVI, die Müllverbrennungsanlage, in Coevorden
ist noch nicht behoben.
Dienstag verstrich das Ultimatum der Gemeinde Coevorden.
Die Gemeinde gab dem Betrieb Ende Juli 2 Wochen Zeit um die
Belästigungen zu beheben.
Die Verbrennungsanlage steht auf deutschem Gebiet, aber die Turbine
steht in den Niederlanden.
Um die neue Anlage in Betrieb nehmen zu können müssen die Dampfleitungen
der Turbine regelmäßig durchgeblasen werden.
Dies verursacht besonders Belästigungen im angrenzenden Wohngebiet De
Heege .
Die Geschäftsleitung von EVI war am Mittwochmorgen für eine
Stellungnahme nicht zu erreichen.
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UP
26.06.2008
Bald wird aus
Müll Strom produziert
Verbrennung läuft im Probebetrieb –
Biomonitoring-Ergebnisse im Internet
Einer der beiden der
Müllverbrennungsanlagen im Europark läuft bereits im Probebetrieb, die
zweite soll in einigen Wochen in den Probebetriebe gehen. In der
nächsten Woche könnte die Produktion von Strom starten. Das kündigte
EVI-Geschäftsführer Gert Jan
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Von Manfred Münchow -
mm Laar/Coevorden. Seit dem 19. April läuft die Linie 1 der
Müllverbrennung im Probebetrieb. Nach Darstellung des Unternehmens
geht bislang alles nach Plan. Täglich werden etwa 500 Tonnen Abfall
verbrannt. Wenn die Linie 2 angefahren wird, verdoppelt sich die
Menge des verbrannten Mülls auf gut 1000 Tonnen pro Tag.
„Innerhalb weniger Wochen soll auch die Verbrennungslinie 2 und die
Energiezentrale in Probebetrieb genommen werden“, heißt es in einer
Mitteilung von EVI. Geschäftsführer Gert Jan Baan zeigte sich
gestern zuversichtlich, dass die Produktion von Strom bereits in der
nächsten Woche starten wird. Die Anlage soll eine Jahresleistung von
370000 Megawattstunden produzieren. Damit könnte man 100000
Haushalte mit Strom versorgen. Der produzierte Strom wird in das
niederländische Netz eingespeist.
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Die Rauchgasreinigung ist nach Darstellung des Unternehmens „das
aktuellste der neuesten Techniken.“ Hier stehen die Betreiber der
Anlagen in der Kritik, weil sie in der Genehmigungsphase noch auf ein
anderes System umgestellt haben. Kritiker behaupten, dieses System
arbeite nicht so effizient wie das zunächst vorgesehene. In einer
Pressemitteilung des Unternehmens heißt es: „Die ersten Messungen haben
indes bestätigt, dass selbst die Emmissionswerte noch stark unter den
strikten Genehmigungswerten liegen.“
Zudem haben die Betreiber der Müllverbrennungsanlagen im Europark, so
Geschäftsführer Gert Jan Baan, mit einem fachkundigen deutschen Betrieb
einen Fünf-Jahres-Vertrag über ein Biomonitoring abgeschlossen. Damit
soll die Belastung in der Umgebung der Verbrennungsanlagen dokumentiert
werden. Gemessen werden soll etwa viermal im Jahr an etwa zehn Stellen.
Es ist geplant, die Ergebnisse dieser Messungen auch ins Internet zu
stellen.
Um Meinungen auszutauschen, ist eine „Klankbordgroep“ ins Leben gerufen
worden. An diesem runden Tisch tauschen sich das Unternehmen, die
Gemeinden Coevorden und Emlichheim sowie die Bürgerinitiativen gegen
Müllverbrennung aus.
Noch keine Entscheidung gibt es nach Dartsellung von Baan darüber, ob
noch ein dritter Müllofen für den Europark beantragt wird. Das
Turbinenhaus ist für drei Anlagen ausgelegt.
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UP
24.06.2008
BI fordert Offenlegung der Werte
MVA-Schadstoffe veröffentlichen
gn emlichheim.
Die Bürgerinitiative (BI) gegen Müllverbrennung im Europark kämpft
weiterhin für die Einhaltung der vereinbarten Schadstoffgrenzen.
Bei der Jahreshauptversammlung erklärte die alte und neue Vorsitzende
Sabine Bastian, dass die vereinbarten Werte langfristig nicht
einzuhalten seien.
Als Grund nannte sie die veränderte Filteranlage.
Diese Veränderung solle in Kürze in der vierten Teilgenehmigung
juristisch geregelt werden.
Dagegen werde die BI Einspruch erheben.
Ein wichtiger Schritt zu einer besseren Kontrolle der Anlagen sei die
Teilnahme der BI an einem Gesprächskreis (Klankbordgroup) zwischen
Betreibern und Gegnern der MVA und den Bürgermeistern aus Coevorden und
der Samtgemeinde Emlichheim, so Bastian.
Bei der ersten Sitzung habe die BI Vorschläge gemacht, die zu einer
offenen Darstellung und Kontrolle der Schadstoffwerte führen könnten.
„Die niedrigen Schadstoffwerte müssen jederzeit eingehalten werden und
dies muss für die Öffentlichkeit auch kontrollierbar sein – zum Beispiel
über das Internet“, sagte Bastian.
Unterdessen hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den von der BI
unterstützte Antrag einiger Bürger auf Baustopp der MVA abgelehnt.
Damit ist die MVA im vorläufigen Verfahren juristisch nicht zu
verhindern.
Das Urteil ist nachzulesen im Internet unter: www.dbovg.
niedersachsen.de/Entscheidung.asp?Ind=05000200700001612%20MS.
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UP
24.04.2008
GBF fordert lückenlose Aufklärung
gn Laar.
Das Grafschafter Bürgerforum (GBF)
fordert eine lückenlose Aufklärung der illegalen Bautätigkeit durch die
Westo-Gruppe im Bereich des Naturschutzgebiets „Loarsches Moor" und des
Europarks.
In einer gestern verbreiteten Erklärung schreibt GBF-Sprecherin Sabine Bastian: „Das GBF beklagt es sehr, dass im Vorfeld
keine Kontrolle durch die zuständigen Behörden erfolgte, die die
Bautätigkeiten rechtzeitig verhindert hätte."
Stattdessen hätten die Behörden erst auf die wiederholte Anzeige durch
einen privaten Beobachter und dann mit einer erheblichen Verzögerung
gehandelt, so Bastian.
Für das GBF stelle sich die Frage: „Wann ist eine
Baumaßnahme so maßgeblich, dass es möglich wird, ihre Illegalität
festzustellen?
Muss ein Gebäude erst betriebsbereit sein, um
festzustellen, dass es keine Baugenehmigung dafür gibt?"
Die von der Westo-Gruppe mit dem Bau beautragte Firma hatte nach Ansicht
des GBF so zumindest die Gelegenheit, vollendete Tatsachen zu schaffen,
„denn ist es zu erwarten, dass die Behörden die Bauten wieder abreißen
lassen?", fragt das GBF.
Und die vielleicht zu erwartenden Bußgelder
hätten die Westo-Gruppe bislang auch nicht abgeschreckt.
„Am Ende ist
man sich dort wohl sicher, dass sich auch illegale Baumaßnahmen nicht
negativ auf die noch laufenden Genehmigungsverfahren auswirken werden",
vermutet die GBF-Sprecherin.
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UP
22.04.2008
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Westo erneut im
Visier der Behörden |
Illegale
Bautätigkeit beim Europark – Kösters fordert scharfe Sanktionen
Die
niederländische Unternehmensgruppe hat ohne Genehmigung ein Schöpfrad
errichtet und mit dem Bau einer Sandtrocknungsanlage begonnen.
Das
teilte Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters gestern
mit.
Bereits vor drei Jahren hatte der Landkreis einen illegalen
Sandabbau gestoppt.
da Laar. Zuständig für die Ahndung dieser ungenehmigten Maßnahme ist die
Bergaufsicht des Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Meppen.
„Die Samtgemeinde geht davon aus, dass von dort ein
Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wird", schreibt Kösters.
Mitarbeiter der Landesbehörde und der Bauaufsicht des Landkreises
Grafschaft Bentheim hätten vor Kurzem bei einer Ortsbesichtigung in Laar
festgestellt, dass die Bauarbeiten auf der an den Europark angrenzenden
Fläche genehmigungsrechtlich nicht abgedeckt seien.
Dies habe ihr der
zuständige Abteilungsleiter der Bauaufsicht, Gerold Grobbe, mitgeteilt,
so Kösters weiter.
Nach Mitteilung des Landkreises hat das Gewerbeaufsichtsamt in Osnabrück
die Baustelle der Sandtrocknungsanlage inzwischen stillgelegt.
„Es ist
davon auszugehen, dass diese illegale Betätigung sogar strafrechtliche
Schritte nach sich ziehen könnte", so Kösters.
Dass die unzulässigen Bautätigkeiten ins Visier der Behörden gerieten,
sei der Aufmerksamkeit eines Laarer Bürgers und Ratsmitglieds zu
verdanken, schreibt die Bürgermeisterin.
Dieser habe bereits Anfang des
Jahres großflächige Erdarbeiten auf dem Gelände bemerkt.
„Da jedoch
keine größeren Bautätigkeiten festgestellt werden konnten, sah der
Landkreis zunächst keine Veranlassung zu einem Einschreiten", berichtet Kösters.
Nun habe der Bürger jedoch mit aktuellen Fotos klar nachweisen
können, dass ein Unternehmen des Westo-Konzerns zwischenzeitlich sogar
mit den Bauarbeiten begonnen habe.
„Es ist schon bezeichnend, wie die Unternehmensgruppe um Henk Jakobs
immer wieder ohne das Vorliegen entsprechender Genehmigungen mit
Maßnahmen beginnt.
Dem Unternehmen muss endlich auch klar gemacht
werden, dass im Europark und in dem angrenzenden Sandabbaugebiet keine
,Lex Jakobs’ herrscht, sondern deutsches Genehmigungsrecht", schreibt
Daniela Kösters.
Notfalls müssten hier „empfindliche konsequente Sanktionen" der
zuständigen Behörden erfolgen, fordert die Samtgemeindebürgermeisterin.
Schließlich könne es nicht angehen, dass sämtliche zuständigen Behörden
immens viel Zeit und öffentliche Mittel darauf verwenden müssten, den
illegalen Bautätigkeiten nachzugehen.
Im August 2005 hatte die Westo-Unternehmensgruppe auf einer 44,5 Hektar
großen Fläche zwischen dem Europark und dem Naturschutzgebiet „Loarsches
Bruch" ohne Genehmigung mit dem Sandabbau begonnen und dabei einen
Windschutzstreifen zerstört.
Der Landkreis hatte damals die Arbeiten
gestoppt.
Anschließend ordnete er an, dass der bereits ausgehobene,
mehrere hundert Meter lange Graben wieder zugeschüttet werden musste.
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UP
17.04.2008
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Müllverbrennungsanlage nimmt Probebetrieb auf |
ndr1-niedersachsen-online
Die neue Müllverbrennungsanlage in Emlichheim nahe der niederländischen
Grenze nimmt heute ihren Probebetrieb auf. Wenn alles störungsfrei
laufe, könnten schon bald täglich bis zu 1.100 Tonnen Müll dort entsorgt
werden, berichtete NDR 1 Niedersachsen am Donnerstag. Im Bunker der
Anlage liegen bereits 5.000 Tonnen Müll. Mehr dürfen während des
Probebetriebs nicht angesammelt werden. Lastwagen aus den Niederlanden,
Belgien und Deutschland bringen Haus- und Gewerbeabfall nach Emlichheim,
jedoch keinen Sondermüll.
Bürgerinititative will zweiten Filter
Für die Bürgeriniative gegen die
Müllverbrennungsanlage sei heute in schwarzer Tag, sagte ihr Sprecher
Thomas Oppel. Die Initiative gibt aber nicht auf und kämpft jetzt um
Details wie einen Ersatz-Filter. Er soll einspringen, wenn der reguläre
Filter ausfallen sollte. Der Betreiber der Müllverbrennungsanlage zeige
sich offenbar gesprächsbereit, berichtete NDR 1 Niedersachsen. Er biete
zudem eine Telefon-Hotline, an der sich Bürger über die Anlage
informieren können. Mit der Müllverbrennungsanlage sind 35 Arbeitsplätze
entstanden. In kooperierenden Firmen sind weitere 80 Menschen
beschäftigt. Bis zu 50 Arbeitsplätze sind noch geplant.
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UP
16.04.2008
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Jetzt wird Abfall verbrannt
5000 Tonnen lagern im Bunker – Gestern
Startversuch |
In der Müllverbrennungsanlage im
grenzüberschreitenden Gewerbegebiet ist man seit gestern dabei, die so
genannte warme Inbetriebnahme zu starten. Spätestens heute soll in der
Linie 1 der erste Müll für den Probebetrieb verbrannt werden. Der
Anlieferverkehr rollt.
Von Manfred Münchow - Emlichheim/Coevorden. Bereits am 17. März hatte
das Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg die Genehmigung für den
Probebetrieb der Linie 1 erteilt (die GN berichteten). Seit gestern ist
die EVI Abfallverwertung B.V. & Co. KG. dabei, die Müllverbrennung in
dem ersten der beiden Öfen zu starten. Im Bunker lagern bereits 5000
Tonnen Abfall. Derzeit kommen die Mülllieferungen aus Deutschland,
künftig sollen die meisten Anlieferungen aus den Niederlanden und
Belgien kommen.
Die Betreiber der Anlage rechnen damit, dass in etwa vier bis fünf
Wochen auch mit dem Probebetrieb in der Linie 2 gestartet werden kann.
Wenn der Probebetrieb reibungslos verläuft, kann mit der Erteilung der
Betriebsgenehmigung gerechnet werden.
Der in der Anlage auf deutscher Seite erzeugte Dampf wird zu einem
Turbinenhaus auf niederländischer Seite geleitet. Hier soll Strom
produziert und ins niederländische Netz eingespeist werden. Das wird in
den Niederlanden subventioniert.
Nach Darstellung der Betreiber hat sich die Unternehmensgruppe PGB mit
mehreren Firmen neben den Verbrennungsanlagen angesiedelt. Die WJ
Silizium, Sand und Schlackenaufbereitungs GmbH soll vor allem die bei
der Müllverbrennung entstehende Schlacke aufarbeiten. Die Schlacke könne
danach im Straßenbau und als Zusatzstoff für die Betonproduktion
verwendet werden. Abnehmerin kann daher auch die BBE Bewehrungs- und
Betoncenter Europark GmbH sein, auf deren Gelände die Verbrennungsanlage
steht. Die Dollegoor GmbH betreibt einen Sand- und Kiesumschlag. Künftig
sollen noch eine Sandtrocknungsanlage und eine Sandklassierungsanlage
hinzukommen. Insgesamt haben diese Unternehmen (einschließlich
Verbrennung) derzeit 110 Mitarbeiter im Europark. Weitere Arbeitsplätze
sind in Planung, heißt es.
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UP
01.04.2008
Bürgerforum lädt zu Versammlung nach Volzel
gn Emlichheim. Das Grafschafter Bürgerforum (GBF) lädt morgen um 19
Uhr in der Gaststätte Hans in Volzel zur Jahreshauptversammlung ein.
Neben der Neuwahl des Vorstands stehen unter anderem Berichte zur
Entwicklung des Europarks, zum Sachstand MVA und Infos über das
Blockheizkraftwerk der Emslandstärke zur Diskussion. Die GBF-Versammlung
ist öffentlich.
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UP
15.03.2008
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Müll darf in den Ofen
Nächste Woche Bescheid für Probebetrieb
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Die Müllverbrennungsanlage im Europark
bekommt in der nächsten Woche die Genehmigung für den Probebetrieb in
einem der beiden Öfen. Das war gestern vom Gewerbeaufsichtsamt in
Oldenburg zu erfahren. Insider werten das als Vorentscheidung für die
endgültige Freigabe des Betriebes beider Öfen. Ein Antrag für einen
dritten Ofen lag bis gestern der Oldenburger Behörde nicht vor.
Von Manfred Münchow - Emlichheim/Coevorden. Wenn in der nächsten Woche
der Bescheid für den Probebetrieb für einen der beiden Müllöfen im
Europark eintrifft, dann darf die so genannte Linie 1 erstmals mit
Abfall gefahren werden. Beim Probebetrieb werden die Anlage und die
Meßgeräte genau eingestellt. Man rechnet etwa sechs bis acht Wochen für
den Probebetrieb.
Insider gehen davon aus, dass mit der Erlaubnis für den Probebetrieb in
einer der beiden Linien auch eine Vorentscheidung für den Betrieb der
gesamten Anlage gefallen ist. Das heißt auch, dass das
Gewerbeaufsichtsamt davon ausgeht, dass mit der geänderten
Rauchgasreinigung die erforderlichen Werte eingehalten werden können.
Bislang ist in der Anlage im Europark nach Angaben des Betreibers noch
kein Müll verbrannt worden. Lediglich um die Anlieferung zu testen,
seien einige Ladungen Müll in den Bunker verfüllt worden. Die Feuerung
habe man mit schwefelarmen Heizöl gefahren, um die Leitungen
durchzublasen.
Mit einem nach eigenen Angaben Investitionsvolumen von etwa 180
Millionen Euro hat die Evi Abfallverwertung B.V. & Co. KG die zwei
Müllverbrennungsanlagen unter einem Dach auf dem Gelände des Beton- und
Bewehrungscenters Europark (BBE) gebaut. Die Müllverbrennungsanlagen
stehen auf der deutschen Seite des grenzüberschreitenden
Gewerbegebietes, das Turbinenhaus, in dem Dampfenergie in elektrische
Energie umgewandelt wird, steht auf niederländischer Seite. Der erzeugte
Strom wird in das niederländische Netz eingespeist.
Wie bereits mehrfach berichtet, haben die beiden Öfen der
Müllverbrennungsanlage eine Kapazität von insgesamt 365000 Tonnen Abfall
im Jahr. Der Abfall, der im Europark verbrannt werden soll, wird
hauptsächlich vom SITA-Konzern angeliefert, der auch als Investor an der
Anlage beteiligt ist. SITA gehört zum international tätigen SUEZ-Konzern.
Die Verbrennungstemperatur in der Müllverbrennungsanlage im Europark
soll mindestens 850 Grad betragen. Bei der Realisierung der Anlage im
grenzüberschreitenden Gewerbegebiet Europark ist EON-Engineering als
beratendes Unternehmen tätig.
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UP
22.03.2008
Teilgenehmigung für MVA erteilt
da Laar. Das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg hat in dieser
Woche die Zulassung für den vorzeitigen Beginn der „warmen
Inbetriebnahme" und den Probebetrieb der Verbrennungslinie eins in der
Müllverbrennungsanlage im Europark erteilt. Das hat die
Betreibergesellschaft EVI am Donnerstag mitgeteilt.
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UP
14.02.2008
Quelle die
Hannoversche Allgemeine Zeitung 14.02.2008
„Verbrennerland“
Niedersachsen
Neue Abfallöfen
in Emlichheim und Langelsheim geplant / Gegner warnen vor
Überkapazitäten
Von
Margit Kautenburger
Schadstoffe, Verkehr und Lärm - überall, wo neue
Müllverbrennungsanlagen gebaut werden sollen, setzen sich Anwohner zur
Wehr.
In Niedersachsen war die
Abfallentsorgung lange Zeit kein Aufregerthema mehr.
Im Land gibt es bislang nur vier Müllverbrennungsanlagen - in
Hannover-Lahe, Buschhaus bei Helmstedt, Hameln und Salzbergen im
Emsland.
Doch jetzt sollen zwei weitere hinzukommen.
In Langelsheim bei Goslar ist ein sogenanntes
Ersatzbrennstoffkraftwerk für 220 000 Tonnen Abfall pro Jahr geplant,
und an der holländischen Grenze in Emlichheim (Kreis Grafschaft
Bentheim) wird ein riesiger Müllöfen für 480 000 Tonnen jährlich
gebaut.
In Langelsheim hat sich gerade eine Bürgerinitiative gegründet, in
Emlichheim haben es viele Aktivisten in den Samtgemeinderat geschafft
und stellen sogar die Bürgermeisterin.
Die Gegner der Müllverbrennung haben erreicht, dass die Anlage etwa um
ein Drittel kleiner als geplant ausfällt.
Auch die Verfeuerung von giftigen Bahnschwellen wurde abgewendet.
Verhindern konnten sie das Großprojekt des niederländischen
Betonunternehmers Henk Jacobs (EVI Abfallverwertung BV & Co. KG) aber
nicht.
Die Anwohner fürchten um ihre Gesundheit, den Wert ihrer Häuser und
sie haben Angst vor Mülltourismus.
„Nach Emlichheim soll Müll aus den Niederlanden, Belgien und
Frankreich gekarrt werden“, sagt Heilpraktiker Thomas Oppel von der
örtlichen Bürgerinitiative.
Der in der Region produzierte Abfall reiche bei Weitem nicht, um die
Anlage zu befeuern.
Das bundesweite Netzwerk „Das bessere Müllkonzept“ hat grundsätzliche
Bedenken: „Erstmals geht eine Müllverbrennungsanlage eines privaten
Investors in Deutschland in Betrieb, die nicht in die kommunalen
Abfallwirtschaftspläne eingebunden ist“, sagt Sprecher Klaus Koch.
Die öffentliche Hand verliere durch die Privatisierung der
Müllverbrennung Einfluss sowie Übersicht über die Entsorgung.
Rund 50 Neuanlagen seien bundesweit geplant.
Durch die Privatisierung der Abfallentsorgung verschwänden etwa 75
Prozent der hierfür benötigten Abfallmengen aus dem Einflussbereich
der Kommunen.
Auch hinter dem Vorhaben in Langelsheim im Harz steht ein privater
Betreiber.
Nachdem das auf Biomasse spezialisierte Unternehmen Conergy
abgesprungen ist, will es das Osteroder Planungsbüro GWE nun mit einem
Investor aus der Immobilienbranche versuchen.
Nach Informationen des Abfallexperten Koch genießt die GWE keinen
guten Ruf.
Wegen mangelhafter Antragsunterlagen seien Pläne der Firma für ein
Biomassekraftwerk auf Rügen fallen gelassen worden.
Die Investoren wollen mit dem Abfall Geld verdienen.
Nach Ansicht der Entsorgungswirtschaft ist Müll ein Wirtschaftsgut wie
jedes andere und darf demnach auch problemlos innerhalb der EU
gehandelt werden. Daher sei gegen Abfallimporte nichts einzuwenden.
Die Müllverbrennungsanlagen in Deutschland seien nicht mehr die
Dreckschleudern wie noch vor 20 Jahren, heißt es im
Bundesumweltministerium. Giftige Schwermetalle und Dioxine würden in
modernen Müllöfen zurückgehalten.
„Die Unternehmen machen richtig Schotter, und wir Bürger haben die
Belastung“, schimpft Wilfried Furch, der in der Nähe der
Verbrennungsanlage in Salzbergen wohnt.
Die Betreiber, oft große Konzerne, zahlten meist nicht einmal
Gewerbesteuer an dem Standort.
Der Diplomingenieur bemängelt, dass private Betreiber nicht die
bestmögliche Technik einbauten.
„Die operieren meist an der Grenze des Zulässigen.“
Dies bestätigt auch Abfallexperte Koch: „Dass deutsche Anlagen die
beste Technik haben, ist eine Mär“, sagt er.
Sie müssten nicht den neuesten Stand der Technik einhalten, sondern
lediglich die Vorgaben der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung
erfüllen.
Die seien aber nach internationalen Standards längst veraltet.
Seit der Müllnotstand in Neapel die Gemüter erhitzt, stellen sich
besorgte Anwohner wie Furch die Frage, ob jetzt auch Abfall aus
Süditalien nach Niedersachsen
gekarrt wird.
Zwei Züge mit insgesamt 1500 Tonnen fahren derzeit schon täglich zu
Müllöfen in Bremerhaven und Cröbern bei Leipzig.
In Niedersachsen gebe es dafür
keine freien Kapazitäten, versichert das Landesumweltministerium.
Nach dem Deponierungsverbot, das im Juni 2005 in Kraft getreten ist,
habe es sogar Engpässe gegeben.
„Wir mussten einige Zwischenlager genehmigen“, berichtet
Umweltminister Hans-Heinrich Sander.
Die BKB, Betreiber der Müllöfen in Buschhaus und Hannover, ist
grundsätzlich offen für Importe.
„Wir hätten Platz - allerdings nur in unserer neuen Anlage bei
Magdeburg“, sagt Unternehmenssprecher Andreas Aumüller.
Vor dem Deponierungsverbot wurde auch in Hameln Müll aus dem Ausland,
verfeuert, meist kam er aus Holland.
In vier bis fünf Jahren, wenn eine Vielzahl neuer Verbrennungsöfen in
Betrieb ist, könnte es „leichte Überkapazitäten“ geben, schätzt die
Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sondermüll.
Für Verbrennungsgegner Koch steht außer Frage, dass in Deutschland mit
insgesamt etwa 50 geplanten Neuanlagen und einer Gesamtkapazität von
26 Millionen Tonnen Müllimporte programmiert sind.
„Deutschland wird ein Verbrennerland“,
warnt er.
„Der Rohstoff Müll wird knapp werden“, sagt Koch.
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UP
20.12.2007
Dampf und Geräusche aus MVA

Erster Kessel wird ausgeblasen
gn Eschebrügge. Die Firma BBE, die im Gewerbegebiet Europark zwischen
Emlichheim und Coevorden eine Müllverbrennungsanlage (MVA) baut, setzt
in dieser Woche die Arbeiten zur Errichtung des Kessels für die erste
Linie fort. Das teilt der Betreiber in einem Brief an das
Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg mit, den das Beton- und
Bewehrungszentrum Europark (BBE), an die GN weitergeleitet hat.
Bis Sonntag, 23. Dezember, soll der Kessel alkalisch ausgekocht werden.
Geplant seien zwei Vorgänge, die jeweils 16 Stunden dauern sollen.
Es
seien geringe Dampfverluste über das Dach zu erwarten, kündigt der
Betreiber an und fügt hinzu: „Es werden keine nennenswerten
Geräuschentwicklungen erwartet."
Eingesetzt werde vollentsalztes Wasser,
versehen mit dem nach BBE-Angaben biologisch gut abbaubaren
Reinigungsmittel Helamin.
Die Arbeiten, mit denen am vergangenen Sonntag
begonnen werden sollte, würden von Mitarbeitern einer Spezialfirma
ausgeführt, heißt es in dem Brief weiter.
Am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Dezember, sollen die
Rohrleitungen des Kessels ausgeblasen werden. Zwischen 8 und 18 Uhr
werde es dazu pro Tag maximal zwei Druckstöße geben. Diese seien auch
außerhalb der Anlage zu hören und dauerten jeweils etwa zehn bis 15
Minuten.
Allerdings könne sich das Ausblasen noch bis in den Januar
verschieben, sollte es beim Auskochen zu Verzögerungen kommen.
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25.09.2007
25.09.2007
Öko-Institut kritisiert
MVA-Filter
Grenzwerte nicht einzuhalten?
Von Seiten des Öko-Instituts Darmstadt gibt es deutliche Kritik an
der veränderten Technik für die Rauchgasreiningung der im Bau
befindlichen Müllverbrennungsanlagen (MVA) im Europark. Wie
berichtet, hat die niederländische EVI Abfallverwertung B.V. & Co.
KG beim Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg eine andere Filtertechnik
als die zunächst beantragte angemeldet.
mm Emlichheim. Die Gegner der MVA im Europark erhalten Rückenwind.
"Sowohl Messergebnisse von vergleichbaren Anlagen als auch
Schadstoffbilanzierungen ergaben, dass die im Vorbescheid
enthaltenen Grenzwerte für Schwermetalle, insbesondere aber für
Arsen, Cadmium, Nickel und Chrom nicht sicher eingehalten werden
können", erklärt Diplom-Ingenieur Günter Dehoust vom Öko-Institut.
Im Vergleich zu anderen Müllverbrennungsanlagen sind die für
Emlichheim im Vorbescheid der Genehmigungsbehörde vereinbarten
Grenzwerte nach Dehousts Ansicht "sehr ambitioniert".
In seinem Resümee über die bislang bekannten Fakten über die
veränderte Rauchgasreinigung für die MVA im Europark sagt Dehoust:
"Die geplante Rauchgasreinigung ist nicht geeignet, um die für den
Standort Emlichheim festgelegten Grenzwerte im Reingas der
Abfallverbrennung sicher einzuhalten."
Genauere Aussagen könnten gemacht werden, wenn das Öko-Institut
Darmstadt mit der Prüfung der Unterlagen des Herstellers der
Rauchgasreinigung beauftragt wird. Über einen entsprechenden
Vorschlag von Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela
Kösters (GBF) soll heute der nicht öffentlich tagende
Samtgemeindeausschuss entscheiden.
Kritiker befürchten, dass mit der von EVI nachträglich beantragten
Filtertechnik die ursprünglich ausgehandelten Grenzwerte in der
Rauchgasreinigung, die besser sind als in anderen Anlagen, nicht
mehr einzuhalten sind.
Das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg hat dem zugestimmt, ohne die
Öffentlichkeit über diese Änderung zu informieren.
Auch das ist auf Kritik gestoßen.
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19.09.2007
Bericht aus der Meppener Tagespost
SPD: Prokon hat Versprechen nicht eingehalten
Papenburg.
Die SPD-Fraktion im Papenburger Stadtrat zweifelt die Rechtmäßigkeit
der Genehmigung der Bahnschwellen-Verbrennung im Biomasseheizkraftwerk
der Prokon an.
Zudem werfen die Sozialdemokraten dem Heizkraftwerk-Betreiber vor, das
Versprechen zur Verlegung des Holzlagers direkt neben das Kraftwerk
nicht eingehalten zu haben.
Die SPD-Fraktion erinnert in ihrer Mitteilung die CDU und Prokon
daran, dass "der Bau des Biomasseheizkraftwerks auch die Zustimmung
der SPD gefunden habe, weil in einem besonderen Vertrag die
Verbrennung von hoch belasteten Brennstoffen ausgeschlossen wurde".
Jetzt frage sich die Fraktion, warum dieser Vertrag so nicht weiter
bestehen bleiben könne.
Die Aufkündigung des Vertrages bestätige die vor Jahren geäußerte
Befürchtung, dass bei wirtschaftlichem Druck oder Verknappung leicht
belasteter Hölzer auch stärker verunreinigte Verbrennungsstoffe
verfeuert werden könnten. Die SPD-Fraktion bezweifelt in ihrer
Erklärung die Rechtmäßigkeit des Beschlusses der
Bahnschwellen-Probeverbrennung durch den Verwaltungsausschuss. "Die
Genehmigung der Erprobung hätte nur genauso wie die Vertragsänderung
durch einen Ratsbeschluss erfolgen dürfen."
Mit ihren Argumenten und Handlungen würden Prokon und die CDU
leichtfertig das Vertrauen der Bürger aufs Spiel setzen. Wörtlich
heißt es: "Die CDU sollte sich an ihr Waterloo in Aschendorfer Moor
erinnern, bevor sie der SPD Diffamierung vorwirft."
Mit ihren Handlungsweisen würden Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit
von Prokon, der Verwaltung und der CDU entstehen. Die SPD macht das an
der Verkürzung des Testbetriebes fest. "Wurde noch bei der Beantragung
des Probetriebs zur Verbrennung von Bahnschwellen die dreimonatige
Erprobung damit begründet, mehrere Messungen durchführen zu wollen, so
sollen plötzlich drei Wochen dafür ausreichen?"
Die SPD fordert Prokon auf, die Messreihen ausführlich zu erläutern.
Wichtig sei dabei vor allem die Darstellung, welche Messpunkte gewählt
werden und ob es Messungen vor und nach dem Verbrennen von
Bahnschwellen in der Umgebung des Biomasseheizkraftwerks gebe. Des
Weiteren wünscht die SPD Informationen, welche unterschiedlichen
Mischungsverhältnisse von Bahnschwellen und unbelastetem Holz getestet
werden.
In einem zweiten Punkt wirft die SPD der Firma Prokon vor, ein
Versprechen nicht eingehalten zu haben. Beim Bau des Kraftwerkes sei
zugesagt worden, das Holzlager von der jetzigen Stelle direkt neben
das Heizkraftwerk zu verlegen. Dazu die SPD: "Das kann man unter der
Überschrift 'Versprochen und nicht gehalten' abhaken."
Die Sozialdemokraten mutmaßen, dass an dem jetzigen Lagerstandort
festgehalten wird, weil mit der Einrichtung eines neuen Lagers unter
größeren Auflagen und nur verbunden mit einer höheren Investition der
Gewinn niedriger ausfallen würde. Biro halte an dem alten Lager fest
und lasse sich stattdessen lieber zertifizieren.
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18.09.2007
Pressemitteilung des Grafschafter Bürger Forum
GBF-Original <> GN-Version
GBF-Original
Ökoinstitut Darmstadt prognostiziert Grenzwertüberschreitungen nach
Änderung der Rauchgasanlagen der MVA im Europark
Wie bereits berichtet, hat der Investor der MVA im Europark eine
Änderung der Rauchgasreinigung für die im Bau befindliche MVA beim GAA
Oldenburg beantragt.
Im Rahmen eines vereinfachten Anzeigeverfahrens hat das GAA dieser
Änderung ohne Anhörung der Öffentlichkeit und ohne weitere Prüfung
zugestimmt.
In einem von der Samtgemeinde in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten
wurde diese Vorgehensweise als unzulässig beurteilt, weil die Änderung
der Rauchgasreinigung entgegen der Auffassung des GAA eine wesentliche
Änderung der gesamten Anlage darstellt und somit das vereinfachte
Anzeigeverfahren nicht hätte angewendet werden dürfen.
Am Mittwoch, den 12.09.2007 trafen sich daher Vertreter der
Samtgemeinde, Ratsmitglieder, Vertreter der GAÄ Osnabrück und
Oldenburg sowie der Sachverständige des Ökoinstitutes Darmstadt, Herr
Günther Dehoust im Rahmen einer Samtgemeindeausschusssitzung zu einem
informellen Gespräch in Emlichheim.
Herr Dehoust war bereits im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens für die
Samtgemeinde als Gutachter tätig.
Auf Nachfrage der Samtgemeindebürgermeisterin, Frau Kösters,
informierte Herr Greten vom GAA Oldenburg die Anwesenden zunächst über
den Stand des Genehmigungsverfahrens für die dritte MVA im Europark
und bestätigte die Absicht des Investors, eine dritte MVA mit einer
Kapazität von 185.000 t/a zu errichten.
Es wird seitens des GAA bereits im Oktober oder November 2007 mit dem
Scooping-Termin gerechnet. Den endgültigen Antrag auf Errichtung einer
dritten MVA erwartet das GAA spätestens Anfang 2008.
Zum Thema Rauchgasreinigung erläuterte Herr Greten weiter, seine
Entscheidung, die Änderung der Rauchgasreinigung über das vereinfachte
Anzeigeverfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung zu genehmigen,
basiere im wesentlichen auf einer im Auftrag des Investors erstellten
gutachterlichen Stellungnahme.
Im Rahmen der noch zu erteilenden vierten Teilgenehmigung und danach
im laufenden Betrieb werde das GAA die Einhaltung der vereinbarten
Grenzwerte dann überwachen.
In dieser auch dem gbf und der BI vorliegenden - Stellungnahme wird
nach Aussage von Herrn Dehoust pauschal und ohne entsprechende
Berechnungen behauptet, auch mit der veränderten Rauchgasreinigung
könnten die vereinbarten Grenzwerte eingehalten werden.
Die Entscheidung des GAA, keine weitere, wissenschaftlich fundierte
gutachterliche Stellungnahme ein zu holen, wurde von Herrn Dehoust
kritisiert.
Herr Dehoust vom Ökoinstut Darmstadt legte dagegen in seiner durch
Stoffstromberechnungen und Vergleiche mit Anlagen gleicher
Rauchgasreinigung (z.B. Salzbergen) untermauerten Stellungnahme dar,
dass schon im Normalbetrieb der MVA die Grenzwerte für einige
krebserregende Schwermetalle erheblich überschritten werden könnten.
Bei voller Ausnutzung der genehmigten Schadstoffhöchstkonzentrationen
im Müll werden nach seiner Auffassung die Grenzwerte für alle
krebserregenden Schwermetalle mit Sicherheit und in erheblichem Maße
überschritten.
Fazit seiner Stellungnahme ist, dass mit der geänderten, vereinfachten
Rauchgasreinigung die im Vorbescheid für Emlichheim festgeschriebenen
Grenzwerte nicht eingehalten werden können.
Herr Greten vom GAA Oldenburg wertete diese Stellungnahme nicht und
stellte fest, zum Zeitpunkt seiner Entscheidung hätte ihm nur das
Gutachten des Investors vorgelegen.
Er habe keinen Grund, an der Richtigkeit dieser Stellungnahme und
seiner darauf basierenden Entscheidung zu zweifeln. Er habe seine
Entscheidung mit der gebotenen Sorgfalt und im Rahmen der geltenden
gesetzlichen Bestimmungen getroffen.
Weiterhin führte Herr Greten aus, dass, solange auch bei
Überschreitung der für Emlichheim vereinbarten niedrigen
Emissionswerte die in der 17.BImSch vorgeschriebenen Grenzwerte
eingehalten werden, keine Gefahr für die Bevölkerung bestünde.
Sollte im Betrieb der MVA eine Überschreitung der im Vorbescheid für
Emlichheim vereinbarten Werte durch das GAA Osnabrück festgestellt
werden, ist nach Aussage von Herrn Greten nachfolgendes Szenario
wahrscheinlich:
Zunächst wird der Betreiber der MVA durch das GAA aufgefordert, durch
technische Änderungen an der MVA oder im Betriebsablauf die Grenzwerte
einzuhalten.
Sollte bei weiteren Kontrollen wiederum eine Grenzwertüberschreitung
festgestellt werden, steht es dem Investor frei, höhere Grenzwerte im
Rahmen der 17. BImSch zu beantragen.
Diesem Antrag werde nach Durchführung eines erneuten öffentlichen
Genehmigungsverfahrens nach Ansicht von Herrn Greten stattgegeben.
Die Anlage dürfte in diesem Fall auch während der laufenden Verfahrens
weiter betrieben werden, solange die Grenzwerte der 17. BImSch nicht
überschritten werden.
Ob dies jedoch bei diskontinuierlichen Messungen ( ab dem zweiten
Betriebsjahr nur noch 1 x pro Jahr an drei Tagen und nach Voranmeldung
) überwacht werden kann, wurde in der anschließenden Diskussion nicht
nur vom Gutachter des Öko-Institutes bezweifelt.
Nach Einschätzung des gbf. werden damit die schlimmsten Befürchtungen
der MVA-Gegner traurige Realität:
- dem Investor wird die Errichtung einer dritten MVA-Linie ermöglicht
- mit Unterstützung des GAA Oldenburg darf der Investor eine
minderwertige
Rauchgasreinigung einbauen
- die zu erwartenden höheren Emissionen
kann sich der Investor nachträglich beim GAA genehmigen lassen
- Emlichheim bekommt nicht zwei MVA mit den europaweit niedrigsten
Emissionswerten, sondern voraussichtlich drei MVA mit veralteter
Technik und
Emissionswerten, die zwar der 17. BImSch genügen, aber
erheblich höher sind, als bei den meisten in Betrieb befindlichen MVA
in Deutschland.
Das gbf und die Bürgerinitative gegen Müllverbrennung im Europark e.V.
werden umgehend die Rechtmäßigkeit der Entscheidung des GAA Oldenburg
juristisch prüfen lassen.
Auf der nächsten Mitgliederversammlung des gbf. am 19.09.2007 um 20.00
Uhr in der Gaststätte Hans in Volzel können sich interessierte Bürger
über die Einzelheiten informieren.
GN-Version
Was kommt aus dem MVA-Schlot?

Änderung der Filtertechnik
Für Diskussionen in Emlichheim sorgt
derzeit die vom Investor der im Bau befindlichen
Müllverbrennungsanlagen geplante Änderung der Rauchgasreinigung. Das
Grafschafter Bürgerforum (GBF) befürchtet, dass dadurch mehr
Schadstoffe dem Schornstein im Europark entweichen werden. Eindeutige
Belege gibt es dafür jedoch – trotz Einschaltung des Öko-Institutes
Darmstadt – nicht.
Von Manfred Münchow
Emlichheim. Die niederländische EVI Abfallverwertung B.V. & Co. KG
will für die Rauchgasreinigung ein anderes Verfahren einsetzen, als
zunächst vorgesehen (die GN berichteten mehrfach). Die künftigen
Betreiber der Müllverbrennungsanlage haben in einer früheren
Pressemitteilung die Meinung geäußert, das geänderte Verfahren sei,
"momentan die bestverfügbarste Technik". Das Gewerbeaufsichtsamt in
Oldenburg hat der technischen Änderung ohne Einschaltung der
Öffentlichkeit zugestimmt.
Die Zustimmung zur Änderung der Filtertechnik ohne die Öffentlichkeit
darüber zu informieren, ist in Emlichheim auf Unverständnis gestoßen
und hat auch für viel Unmut gesorgt. In einem Rechtsgutachten für die
Samtgemeinde kommt Dr. Philipp Heinz aus Berlin nach Darstellung von
Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters zu dem Ergebnis, dass das
vom Gewerbeaufsichtsamt angewandte vereinfachte Verfahren nicht
zulässig ist, wenn Verschlechterungen zu erwarten seien.
Ob es zu Verschlechterungen in der Abluft kommt, ist aber – zumindest
derzeit – nicht zu belegen. In der vergangenen Woche haben sich
Vertreter aus Politik und Verwaltung der Samtgemeinde Emlichheim,
Vertreter der Gewerbeaufsichtsämter Oldenburg und Osnabrück sowie ein
Sachverständiger des Öko-Institutes Darmstadt zu einem vertraulichen
Gedankenaustausch in Emlichheim getroffen.
Über die Äußerungen von Günter Dehoust vom Öko-Institut, der sich mit
den Veränderungen der Rauchgasreinigung beschäftigt hat, schreibt das
GBF in einer Pressemitteilung wörtlich: "Fazit seiner Stellungnahme
ist, dass mit der geänderten, vereinfachten Rauchgasreinigung die im
Vorbescheid für Emlichheim festgeschriebenen Grenzwerte nicht
eingehalten werden können." Das wollte Günter Dehoust gestern in einem
Gespräch mit den GN so aber nicht gesagt haben. Es gebe Hinweise
darauf, dass es Probleme geben könnte, sagte der Diplom-Ingenieur.
Weiteres müsste die Prüfung der Unterlagen für die geplante
Rauchgasreinigung zeigen, denn eine identische Anlage gebe es derzeit
noch nicht.
Samtgemeindebürgermeisterin Kösters (GBF) will jetzt von Seiten der
Verwaltung den Politikern der Samtgemeinde vorschlagen, das
Öko-Institut mit der Prüfung der Unterlagen für die geänderte
Rauchgasreinigung zu beauftragen. Dahinter steckt die Sorge, dass die
Betreiber der Müllverbrennungsanlagen sich schlechtere Umweltwerte
genehmigen lassen könnten. Denn die in Emlichheim im Vorbescheid
vereinbarten Werte sind deutlich besser als die gesetzlichen
Bestimmungen es verlangt hätten.
Berthold Greiten vom zuständigen Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg sagte
gestern gegenüber den GN, dass es zwar die Möglichkeit gibt, im
gesetzlichen Rahmen andere Werte zu beantragen. Doch zunächst werde
die Behörde für den Fall des Überschreitens der vereinbarten
(besseren) Werte auf technische Verbesserungen drängen. Einzubauen sei
das, was technisch machbar ist. Und das habe sich bereits von den
gesetzlich zugelassenen Werten des Immissionsschutzgesetzes (17.
BImSch) entfernt.
Die düstere Einschätzung des GBF lautet dagegen: "Emlichheim bekommt
nicht zwei Müllverbrennungsanlagen mit den europaweit niedrigsten
Emissionswerten, sondern voraussichtlich drei MVA’s mit veralteter
Technik und Emissionswerten, die zwar der 17. BImSch genügen, aber
erheblich höher sind, als bei den meisten in Betrieb befindlichen
Müllverbrennungsanlagen in Deutschland."
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08.09.2007
"Geplanter See widerspricht Flächennutzungsplan"

Samtgemeinde Emlichheim lehnt
Pläne der Müllverbrennungsbetreiber in Laar ab
da Emlichheim/Laar.
Die Samtgemeinde Emlichheim hat "größte Bedenken"
gegen die Nutzung einer in Laar geplanten Wasserfläche zu Kühlzwecken.
Die Pläne stünden im Widerspruch zum Flächennutzungsplan, schreibt
Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters in einer am Freitag
verbreiteten Mitteilung. Im Flächennutzungsplan sei als Nachfolgenutzung
für die vom Bodenabbau betroffenen Flächen vorgesehen, diese als Biotop
wiederherzurichten und als Naturschutzgebiet auszuweisen.
Die Bewehrungs- und Betoncenter Europark GmbH (BBE) hatte im Mai beim
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld
einen Antrag auf Quarzsandabbau und Kühlwassersee-Nutzung gestellt.
Insgesamt ist eine Fläche von etwa 45 Hektar in unmittelbarer Grenznähe
betroffen.
Gegen den Bodenabbau selbst bestünden seitens der Samtgemeinde keine
grundsätzlichen Bedenken, denn das Gebiet sei aus planungsrechtlicher
Sicht dazu geeignet und bestimmt, schreibt Kösters. Es bestehe aber
keine Rechtfertigung für die Folgenutzung zu Kühlzwecken. Nach den
Aussagen der Antragsteller der beiden Müllverbrennungslinien sei immer
noch davon auszugehen, dass die Anlagen mit Luftkühlung betrieben werden
sollten.
"Ich gehe daher davon aus, dass die beantragte Abbaugenehmigung mit
Nutzung als Kühlwassersee nach derzeitigem Stand nicht genehmigungsfähig
sein wird", meint die Bürgermeisterin. Beim Landesamt für Bergbau sind
bis zum Ende der öffentrliche Auslegung Mitte August 65 Stellungnahmen
zu dem Vorhaben eingegangen.
Insbesondere der BUND lehnt das Vorhaben wegen der Nähe und möglicher
negativer Auswirkungen auf das benachbarte Naturschutzgebiet "Laarsches
Bruch" entschieden ab. Die Naturschützer fürchten, dass seltene
Vogelarten wie der Zwergschwan und der Große Brachvogel das Gebiet nicht
mehr aufsuchen werden.
Auch aus der Landwirtschaft sind nach Kösters’s Informationen Bedenken
gegen den Kühlwassersee angemeldet worden. Die Bauern befürchten
Beeinträchtigung der im Umfeld liegenden Flächen. Die Bentheimer
Eisenbahn sehe in dem Bodennassabbau die Standsicherheit ihrer
Gleisanlagen gefährdet. Eine Stellungnahme des Landkreises stehe noch
aus.
Das Landesamt für Bergbau werde nach Eingang der letzten Stellungnahme
ein so genanntes Abwägungsprotokoll erstellen. Im Herbst folgt ein
Erörterungstermin in der Samtgemeinde Emlichheim.
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02.09.2007
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24.08.2007
Die Müllverbrennungsanlage, die Westo auf dem
Industriegebiet Europark in Coevorden baut, wird vielleicht noch vor
der Inbetriebnahme mit einer dritten Anlage erweitert.
Der Betrieb will schnell Klarheit ob es einen Markt gibt für eine
weitere Verbrennungslinie.
Im Moment werden auf der deutschen Seite des grenzüberschreitenden
Industriegebietes Europark in Coevorden zwei Linien gebaut.
Westo führt mit den deutschen Behörden Gespräche über eine dritte
Müllverbrennung.
Laut dem Sprecher von Westo Frank Duut ist diese Erweiterung den
deutschen Verordnungen nach möglich.
" Westo prüft nun die Möglichkeiten in Deutschland. Wir denken das der
Abfallmarkt sich so entwickelt das eine dritte Linie rentabel
ist.
In einigen Monaten wird darüber definitiv beschlossen werden. “
Sollte es auf der deutschen Seite Probleme geben, wird Westo die Möglichkeiten für die niederländischen Seite prüfen.
Es ist die Frage ob Westo dann doch die benötigten Genehmigungen
bekommt.
Laut Duut geht es dann nicht um das Grundstück (Parzelle) auf die der
Betrieb diesen Frühling eine Option erhielt.
Hier will Westo eine ' hoogrendement Bio-EnergieZentrale ' bauen.
Gegner der Müllverbrennungsanlage befürchten das Westo über einen
Umweg trotzdem auf diesem Grundstück eine Müllverbrennung hinsetzt.
"Das kann nicht wenn man eine Genehmigung für einen Biovergaser
beantragt ", sagt Duut.
Die zwei im Bau befindlichen Linien werden Ende dieses Jahres in
Betrieb genommen.
" In Deutschland ist es so geregelt das die Behörde tatsächlich einen
Probelauf macht um zu überprüfen ob die Installationen alle Standards
erfüllt.
Wir hoffen mit den Resultaten Kredit (Vertrauen?) für eine dritte
Müllverbrennungsanlage aufzubauen . "
Gegen die Müllverbrennungsanlage gab es viel
Widerstand.
Seitens der Bürgerinitiative Müllverbrennung Coevorden machen sich die
Anwohner des Europark’s große Sorgen über eine weitere
Müllverbrennung.
Der Coevordener Stadrat Peter Snijders (VVD) beobachtet
das Gegenteil. "
Die große zivile Unruhe um die Müllverbrennung ist verschwunden.
Op dit moment worden aan Duitse zijde van het
grensoverschrijdende industrieterrein twee lijnen gebouwd. Westo voert
met de Duitse overheid gesprekken over de derde vuilverbrander.
Volgens woordvoerder Frank Duut van Westo is deze
uitbreiding volgens de Duitse regelgeving op zich mogelijk. "Westo
overlegt nu in Duitsland over de mogelijkheden. We denken dat de
afvalmarkt zich zodanig ontwikkelt dat een derde lijn rendabel is.
Binnen enkele maanden valt het definitieve besluit."
Wanneer aan Duitse kant een kink in de kabel komt, wil
Westo kijken naar de mogelijkheden aan Nederlandse zijde. Overigens is
het nog de vraag of Westo dan wel de benodigde vergunningen voor elkaar
krijgt. Volgens Duut gaat het dan niet om het perceel waar het bedrijf
deze lente een optie op nam. Daar wil Westo een 'hoogrendement
bio-energiecentrale' bouwen. Tegenstanders van de vuilverbrander vrezen
dat Westo via een omweg alsnog op dit stuk grond een vuilverbrander
neerzet. "Maar dat kan dus niet als je een vergunning voor een
biovergasser aanvraagt", zegt Duut.
De twee lijnen die nu in aanbouw zijn, worden eind dit
jaar in gebruik genomen. "In Duitsland is het zo geregeld dat de
overheid in feite gaat proefdraaien om te kijken of de installatie aan
alle normen voldoet. We hopen met de uitkomsten krediet op te bouwen
voor een derde vuilverbrander."
Tegen de
vuilverbrander is veel verzet geweest. Volgens het Burgerinitiatief
Afvalverbrander Coevorden maken omwonenden van het Europark zich grote
zorgen over nog een vuilverbrander. De Coevorder wethouder Peter
Snijders (VVD) constateert het tegendeel. "De grote maatschappelijke
onrust rond de vuilverbrander is verdwenen."
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04.08.2007
"Reinigung der Rauchgase unzureichend"
BI legt Beschwerde ein
Hintergrund ist ein Antrag des Bewehrungs-
und Betoncenters Europark (BBE) als Bauherr der Müllverbrennungsanlagen
(MVA) im Europark. Die BBE hatte beim Gewerbeaufsichtsamt beantragt,
statt einer Nass-Trockenreinigung nur eine Trockenreinigung einbauen zu
dürfen.
da Laar/Coevorden. "Wir erheben hiermit Beschwerde gegen das vom
Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück mitgeteilte Prüfungsergebnis",
heißt es in dem Beschwerdeschreiben. Es ist unterzeichnet von Peter
Nillesen und Josef Hoymann im Namen der Bürgerinitiative (BI) gegen
Müllverbrennung im Europark. Das Gewerbeaufsichtsamt hatte der BBE am
23. März dieses Jahres mitgeteilt: "Die Prüfung der eingereichten
Unterlagen ergab, dass die geplante Änderung nicht den Tatbestand einer
wesentlichen Änderung im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes
erfüllt." Das Gewerbeaufsichtsamt hatte den Änderungsantrag damit
genehmigt. Eine öffentliche Bekanntgabe erfolgte nicht.
Nach Ansicht Hoymanns und Nillesens steht diese Entscheidung des
Gewerbeaufsichtsamts im Widerspruch zu einer EU-Richtlinie aus dem Jahr
1996, wonach bei Neuinstallationen von MVAs bei der Abgasreinigung die
beste verfügbare Technik zum Einsatz kommen muss. Außerdem hätte der
Antrag nach Ansicht der BI vor einer Genehmigung öffentlich gemacht
werden müssen. Dies sei nicht erfolgt. Die BI hatte nur per Zufall durch
ihren Anwalt von dem Antrag der BBE erfahren (die GN berichteten).
Nach Ansicht der Müllverbrennungsgegner ist die
Rauchgas-Trockenreinigung völlig unzureichend. "Wesentliche Vorteile der
Nassreinigung entfallen. Drei Gewebefilter werden reduziert auf einen.
Der in der ursprünglichen Planung vorgesehene Sprühkühler entfällt
ersatzlos. Ein weiterer Nachteil ist nach Lehrbuchmeinung der hohe
Verbrauch an Chemikalien der wiederum einen erhöhten Anfall an
Reststoffen zur Folge hat", schreiben Hoymann und Nillesen, die sich auf
den Sachverständigen Johan G. Vollenbroek stützen.
Vollenbroek habe bereits im Jahr 2004 in seinem Gutachten mit dem Titel
"Evaluatie van de Afval- en biomassa verbrandingsinstallatie in
Laar/Emlichheim" festgestellt, dass diese Technik bezogen auf die
beantragten Verbrennungsgüter nicht ausreiche.
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02.08.2007
SPD-Senioren gegen dritte MVA
Gesetzgeber soll den Abfalltourismus
stoppen
da Emlichheim. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft "60plus" aus Emlichheim
spricht sich "mit Nachdruck gegen jegliche Erweiterung der entstehenden
Müllverbrennungsanlage (MVA) in Laar aus." Das ist die zentrale
Forderung, die die SPD-Senioren vor Kurzem nach einer Sitzung formuliert
haben.
Außerdem lehnen sie grenzüberschreitende Mülltransporte ab.
Abfallerzeuger sollten den Müll in der Region entsorgen, wo er entsteht.
"Ein wirtschaftlich lukrativer Abfalltourismus muss ausgeschlossen
werden", heißt es in einer Mitteilung der AG "60plus".
Den Gesetzgeber fordern die SPD-Senioren auf, diese Entwicklung umgehend
zu stoppen. Die im Bau befindlichen Anlagen im Europark und die weiteren
Pläne der Investoren seien ein Beispiel dafür, dass die staatliche
Förderung der Müllverbrennung zur Zusammenballung von MVAs an einem
Standort führe.
Auch die SPD-Fraktion im Samtgemeinderat hatte sich bereits klar von den
Plänen des niederländischen Betreibers EVI distanziert. EVI hat
angekündigt, neben den beiden bereits im Bau befindlichen Anlagen eine
dritte MVA bauen zu wollen.
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21.07.2007
Kösters erstaunt über EVI-Erklärung
"Antrag nur für zwei MVA's gestellt"
da Emlichheim. "Die EVI tut so, als seien immer drei
Müllverbrennungsanlagen (MVA) im Europark geplant gewesen. Das stimmt
nicht. In den ersten Antragsunterlagen war immer nur die Rede von zwei
MVA's, jeweils einer auf deutscher und einer auf niederländischer Seite,
sowie von einem Biomasseheizkraftwerk." Mit diesen Worten hat
Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters auf die
Erklärung der MVA-Betreibergesellschaft EVI reagiert.
Die EVI hatte zur wieder entfachten Diskussion geschrieben, "die dritte
Verbrennungslinie ist raummäßig zu jeder Zeit eingeplant gewesen".
Momentan würden jedoch nur Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
ausgearbeitet, die noch zu keinem Ergebnis geführt hätten, so die
niederländische Betreibergesellschaft.
Sie sei sehr erstaunt über diese Erklärung, sagte Kösters den GN.
Schließlich habe die EVI vor zwei Jahren ihren ursprünglichen Antrag
zurückgezogen und einen neuen Antrag mit nur noch zwei MVA's eingereicht,
die derzeit auf deutschem Boden gebaut werden. Zum Beleg führt sie das
Protokoll der öffentlichen Anhörung aus dem Sommer 2005 an.
Damals hatte EVI-Projektleiter Andries A. Adema auf Nachfrage unter
anderem erklärt: "Wir haben nicht vor, mehr als zwei Anlagen zu bauen",
und: "Wir wollen zwei Anlagen errichten." (Protokoll zur Anhörung vom 7.
Juni 2005)
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19.07.2007
"3. Müllverbrennung
noch nicht entschieden"
Investoren nehmen Stellung zu Diskussionen Mittelfrisitig 200
Dauerarbeitsplätze?
Derzeit wird über eine 3. Linie in der im Bau befindlichen
Müllverbrennungsanlagediskutiert. Jetzt nehmen die Betreiber Stellung.
mm Emlichheim/Coevorden. "Fakt ist, dass bei der ersten Planung der
Abfallenergiezentrale, vor mehr als fünf Jahren, drei
Verbrennungslinien gebaut werden sollten. Alle Pläne und Investitionen
sind hierauf fokussiert worden. Nach der Problematik des damaligen
Grundstücksankaufs haben wir die Anlage auf die bestehenden Grundstücke
umgeplant", schreibt die EVI Abfallverwertung B.V. & Co. KG als
Betreiber. Die künftige Abfallenergiezentrale EVI verfüge über einen
hohen Wirkungsgrad und im Vergleich zu anderen Abfallenergieerzeugern
über eine positiv geringe CO2-Emission.
Zur Zeit werden zwei Verbrennungslinien mit einer
Abfall-Gesamtkapazität von 368000 Tonnen pro Jahr realisiert. "Die 3.
Verbrennungslinie ist raummig zu jeder Zeit eingeplant gewesen. Die
Zeichnungen liegen den Institutionen vor. Zum anderen ist die Turbine
zur Stromerzeugung bereits damals für die Dampfaufnahme aus drei
Verbrennungslinien ausgelegt", heißt es in der Pressemitteilung.
Momentan würden jedoch nur Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
ausgearbeitet, die noch zu keinem Ergebnis geführt hätten. Weder zu dem
Ergebnis, dass die dritte Linie gebaut wird beziehungsweise zur
Genehmigung beantragt wird, noch zu dem Ergebnis, dass sie nicht
gebaut wird. "Es ist uns klar, dass der 3. Kessel in einem
BImSchG-Verfahren genehmigt werden muss", schreiben die Betreiber. Sie
seien verwundert über die Gewissheit der bisherigen Berichterstattung,
dass eine Realisierung der 3. Linie bereits beschlossene Sache sei.
Bezüglich der Filtertechnik heißt es, dass die Emissionswerte zukünftig
über einen Emissionsrechner in ständiger Verbindung mit dem Staatlichen
Gewerbeaufsichtsamt kontrolliert werden. Dabei halte man sich an die
gesetzlichen Vorgaben der 17. BImSch. "Wir haben uns freiwillig
verpflichtet, bessere Werte einzuhalten", schreiben die Betreiber.
Die für die Müllverbrennungsanlagen vorgesehene
Rauchgasreinigungstechnik (die Filtertechnik ist ein Teil davon) sei
"momentan die bestverfügbarste Technik". Diese
Rauchgasreinigungstechnik besteht aus Zyklonanlagen, Absorber und
Filtertechnik.
Die EVI Abfallverwertung B.V. & Co. KG tätigt eine Investition von
über
180 Millionen Euro und wird nach eigener Darstellung etwa 100 Personen
einen Dauerarbeitsplatz bieten. Dabei sollen bevorzugt Arbeitskräfte
aus der Region eingestellt werden. Die Arbeitskräfte erhalten ein
spezielles Ausbildungsprogramm. Momentan sind über 300 Monteure am
Werk. "Der Wirtschaftsraum Emlichheim/Coevorden profitiert im Bereich
Hotel/Gastronomie/Einzelhandel und Privatunterkünften. Hiesige
Unternehmen haben Großaufträge erhalten. Somit sichern wir auch hier
Arbeitsplätze", heißt es in der Pressemitteilung.
Die PGB Holding B.V. plant mittelfristig weitere Investitionen von über
25 Millionen Euro. Hierzu gehren nach Darstellung der Investoren unter
anderem der weitere Ausbau des Bewehrungs- und Betoncenters Europark
GmbH, Dollegoor GmbH (Sand- und Kiesumschlag), Infracom GmbH
(Sandabbau in Wilsum und Itterbeck), WJ Silizium, Sand und
Schlackenaufbereitungs GmbH.
"In den kommenden Jahren werden über 200 Dauerarbeitsplätze vorhanden
sein", schreibt die EVI. Auch der soziale Aspekt der Integration von
Schwerbehinderten und Arbeitslosen werde nicht außer Acht gelassen.
Außerdem seien momentan noch zehn Auszubildende beschäftigt.
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07.07.2007
Sechs Verbrennungsanlagen im Raum Emlichheim?
Europark-Gesellschaft verhandelt mit
Holzpellets-Produzenten, der Biomasseheizkraftwerk plant
mm Emlichheim. Wenn alles das, was Investoren wünschen, auch
realisiert wird, stehen im Raum Emlichheim in einigen Jahren sechs
Verbrennungsanlagen. Wie bereits berichtet, planen die Investoren, die
die beiden im Bau befindlichen Müllverbrennungsanlagen im Europark
realisieren, aller Voraussicht nach den Bau einer dritten
Verbrennungsanlage für Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfall. In
Emlichheim ist bereits das Biomasseheizkraftwerk der Firma Prokon, das
mit Holz befeuert wird, in Betrieb, dazu plant die Emslandstärke eine
Energiegewinnung durch die Verbrennung von Stroh.
Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters hat jetzt die
Politik darüber informiert, dass die Europark-Gesellschaft bereits im
Oktober 2006 einem niederländischen Produzenten von Holzpellets eine
Option auf eine Fläche im grenzüberschreitenden Gewerbegebiet eingeräumt
hat. Zu der etwa fünf Hektar großen Fläche sollen auf dem Schienenweg
Hölzer aus Forsten angeliefert werden. Auf dem Betriebsgelände sollen
sie zerkleinert und die heizwertreichen Anteile zu Pellets gepresst
werden. Diese Pellets können für Heizungen und andere Feuerungsanlagen
verkauft werden.
Das nicht für die Pellets-Produktion benötigte Holz soll in einem zu
bauenden Biomasseheizkraft verfeuert werden. "Die anfallende Wärme
benötigt das Unternehmen für die Trocknung der Hölzer", berichtet
Samtgemeindebürgermeisterin Kösters und führt aus, dass die Ansiedlung
dieses Unternehmens möglicherweise einen weiteren Betrieb anlocken
könnte. Derzeit führe man Gespräche mit einem Großhändler aus der
Holz-Branche.
Vor Kurzem sind zudem mehrere Grundstücke im Europark an die Unternehmen
WJ Silizium, Sand- und Schlackeaufbereitung GmbH und Dollegoor GmbH
Industrieflächen verkauft worden. Diese Unternehmen gehören zur
Westo-Gruppe. "Der Verkauf dieser Grundstücke von etwa 18,5 Hektar war
bereits im Herbst letzten Jahres vom Aufsichtsrat der Europark GmbH
beschlossen worden", sagt Kösters. Geplant ist nach Darstellung der
Samtgemeindebürgermeisterin, auf diesen Grundstücken Sande, Schotter und
Schlacken zu Baustoffen aufzuarbeiten.
Auch die Produktion von Siliziumoxyd ist auf diesen Flächen vorgesehen.
"Die Flächen sind mit der Klausel verkauft worden, dass dort keine
Müllverbrennungsanlagen errichten oder betrieben werden dürfen", betont
Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters.
Zudem verhandelt die Europark-Gesellschaft mit einem Unternehmen, das
aus Kunststoffabfällen in einem Pyrolyseverfahren und mit einem
Katalysator mineralölgleiche Brennstoffe wie etwa Diesel, Benzin oder
Kerosin herstellen will. Für die Genehmigung hat es bereits ein erstes
Gespräch mit Vertretern des Gewerbeaufsichtsamtes aus Oldenburg und
Osnabrück gegeben.
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06.07.2007
"Polizeifilter" war
gar nicht beantragt
Diskussion über Müllöfen
Seit Bekanntwerden
der Pläne von Westo für eine dritte Müllverbrennungsanlage im Europark
gibt es in Emlichheim wieder heiße Diskussionen. Für die
Rauchgasreinigungen der beiden im Bau befindlichen Anlagen hat der
Investor Änderungen beantragt. Die im Vorbescheid festgeschriebenen
Schadstoffwerte müssen auch mit der geänderten Technik eingehalten
werden, betont man im Gewerbeaufsichtsamt.
Von Manfred Münchow
Emlichheim. Gesprochen wird derzeit viel über einen so genannten
Polizeifilter. Dabei handelt es sich um ein Aktivkohlesystem außerhalb
der beiden Rauchgasreinigungsanlagen, das diesen nachgeschaltet ist. So
ein "Polizeifilter" ist für die beiden im Bau befindlichen
Müllverbrennungsanlagen gar nicht beantragt worden. Stattdessen ist es
vorgesehen, bei einem Ausfall einer Rauchgasreinigung, die Gase auf die
zweite Reinigungsanlage umzuleiten. Beide Anlagen sollen für 150 Prozent
ausgelegt sein.
Die Umleitung auf die zweite Rauchgasreinigung ist nur für die Zeit
gedacht, in der die Müllverbrennungsanlage heruntergefahren wird.
Gleichwohl hat der Investor dem Gewerbeaufsichtsamt angezeigt, dass er
eine Änderung der Technik innerhalb der beiden Rauchgasanlagen
beabsichtigt. Anstatt der bisher geplanten drei Gewebefilter sollen nur
noch zwei eingebaut werden.
Dafür soll ein so genannter Doppelzyklon mit Flugstaubförderung
hinzukommen.
Von Seiten des Gewerbeaufsichtsamtes war gestern zu hören, dass die
entscheidende Frage für die Genehmigungsbehörde nicht die Art der
eingebauten Technik sei. Vielmehr müsse der Investor die im Vorbescheid
festgelegten Höchstwerte der Schadstoffe einhalten.
Nicht gut zu sprechen auf den Investor und die Behörden ist Emlichheims
Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters.
Die Samtgemeinde ist weder vom Gewerbeaufsichtsamt noch von der
Grafschafter Kreisverwaltung über die geplanten technischen Änderungen
informiert worden.
In einem Schreiben an das Gewerbeaufsichtsamt beantragt Kösters, "über
sämtliche Änderungen, welche sich zwischenzeitlich gegenüber den
Vorbescheidsverfahren ergeben haben, informiert zu werden.
Sollte ein dritter Müllofen beantragt werden, reichen nicht die
gesetzlichen Werte.
Es müssten dann die schärferen Werte der beiden im Bau befindlichen
Anlagen eingehalten werden.
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UP
29.06.2007
Rundschreiben an alle Mitglieder der
Bürgerinitiative
zudem an alle Interessierten, Freunde, Verwandte, Nachbarn etc.
Wie auf der letzten Jahresmitgliederversammlung beschlossen, möchten wir
Euch auf diesem Wege auf den neuesten Stand der Dinge bringen. Immer
wieder haben wir einen Brief dieser Art hinausgeschoben, denn das
juristische Verfahren zieht sich bis heute in die Länge. Eine
Entscheidung im Genehmigungsverfahren der 1. + 2. MVA steht immer noch
aus. Leider sind zwischenzeitlich aber neue Ereignisse bekannt geworden,
die veröffentlicht werden müssen.
Hat nicht schon alles in den GN gestanden?
Nein! Nachdem sich die GN bereits verweigert haben eine Pressemitteilung
über unsere Jahreshauptversammlung zu veröffentlichen, ist auch die
aktuelle Berichterstattung zum Thema MVA nur auf das Notwendigste
beschränkt. Wir werden von daher versuchen alle Informationen - also die
Fakten und Hintergründe - auf diesem Wege, über die Aushänge und die
Homepage allen zugänglich zu machen.
Hier ist natürlich auch wieder der persönliche Einsatz aller BI´ler
gefragt.
Was ist neu? Kurz gesagt, …
Im Wesentlichen sind es zwei berichtenswerte neue Entwicklungen. Wie die
BI schon der Samtgemeinde und den Vertretern der Politik bekannt gemacht
hat, soll eine 3. MVA Linie beantragt werden. Nach Aussage des
Gewerbeaufsichtsamtes soll dies noch vor den Sommerferien geschehen. Die
MVA-Investoren haben das Amt über ihre Absicht informiert und ihrerseits
nachgefragt, wie das Verfahren dazu verlaufen soll.
Geplant ist es, die Anlage auf dem Teil des BBE Geländes zu errichten
auf dem zur Zeit noch Betonteile hergestellt werden.
Ein solches Projekt würde ein ganz neues Verfahren notwendig machen - in
der Art wie wir es schon von den anderen Anlagen her kennen.
Einwendungen können eingereicht werden und es wird wieder einen
Erörterungstermin geben.
Aber auch bei der 1. + 2. Anlage tut sich nichts Gutes. Inzwischen haben
die Investoren - unter Umgehung der Öffentlichkeit - die Technik bei den
Filteranlagen geändert. Kurz gesagt: die genehmigte Filtertechnik wird
durch eine billigere ersetzt und die Polizeifilter fallen ganz weg.
Damit bestehen erhebliche Zweifel, ob mit dieser Anlagentechnik die
Schadstoffspitzen sicher abgefangen und die zugesagten Schadstoffwerte
insgesamt eingehalten werden können.
So ist leider das eingetreten, was wir als BI den Befürwortern aus der
Politik gegenüber schon immer angemahnt haben - die Folgen der ersten
MVA Ansiedlung sind und bleiben völlig unabsehbar. Das Vorgehen des
Investors zeigt deutlich was man von seiner Seriosität halten kann:
durch und durch gegen die Öffentlichkeit, durch und durch alles billig.
Zu den Hintergründen
Als die Antragsteller der MVA die Änderungen an der Filtertechnik
beantragten, haben sie gleich ein juristisches Gutachten beigelegt.
Darin wurde begründet warum man die Bevölkerung über diese technischen
Änderungen nicht informieren müsse. Das Gewerbeaufsichtsamt hat dem
zugestimmt. Ob hier nicht anders hätte gehandelt werden können oder
müssen bleibt noch zu klären. Hier wird ganz deutlich, was man von der
anderen Seite hinsichtlich ihrer Haltung zu den berechtigten Sorgen und
Ängsten der Menschen zu erwarten hat. Praktisch gesehen sind wir durch
einen Zufall an die
Informationen gekommen. Wäre der Anwalt der BI nicht ständig mit dem
Verfahren beschäftigt, wüssten wir bis heute nichts davon. Und auch von
der 3. Anlage würden wir erst aus der öffentlichen Bekanntmachung
erfahren haben.
Gerade weil in der Vergangenheit Zweifel darüber aufkamen, ob es eine
Bürgerinitiative gegen die MVA überhaupt noch zu geben braucht - Hier
muss ganz klar gesagt werden: Wenn die BI sich nicht konsequent um das
Thema MVA bemüht hätte, wäre die Öffentlichkeit nicht informiert worden.
Und die Politik?
Kann man eine ernsthafte Unterstützung gegen das Projekt von CDUSPDFDP
erwarten? Zwar sprachen sich auch all jene gegen die 3. Linie aus die an
anderer Stelle immer noch für die MVA im Europark sind - aber es hat
schon etwas Komisches, wenn nun z.B. gesagt wird, dass es für eine 3.
Linie keinen Müll gibt - wo auch niemand sagen kann woher der Müll für
die ersten Anlagen kommen soll - oder wenn niemand den Strom der ersten
Anlagen im Europark haben will - vielleicht ist deswegen gerade die
gesamte Stromerzeugungslinie auf die niederländische Seite verlegt
worden? Ob, wer oder warum das genehmigt wurde ist noch ungeklärt.
Was also bleibt zu tun?
Zunächst einmal: nicht resignieren. Wir haben viel erreicht. Und wenn es
auch so aussehen mag, dass sich die Privatinteressen von Investoren und
einer Handvoll Politikern gegen die berechtigten Sorgen und Interessen
der Bevölkerung durchsetzen - die niedrigen Schadstoffwerte die auf dem
Erörterungstermin durch unsere Einwende festgeschrieben wurden, müssen
eingehalten werden. Das ganze Bauprojekt bleibt in vielen Bereichen
undurchsichtig und bedarf einer ständigen Kontrolle - ob es den
MVA-Bauern gelingt alle Auflagen einzuhalten bleibt abzuwarten. Vorher
wird es keine Betriebsgenehmigung geben.
Für uns bleibt zunächst die wichtige Aufgabe der Information. Alle
müssen über die wirklichen Hintergründe der Baumaßnahmen aufgeklärt
werden. Daher gilt für alle BI´ler: Nicht müde werden! Alle Argumente
gegen die 3. Anlage gelten auch noch gegen die anderen. Und auch wenn es
schwer fällt sich immer wieder damit zu beschäftigen: Besprecht das
Thema weiterhin in der Öffentlichkeit - sei es in der Familie, unter
Freunden oder Bekannten.
Die Prüfungen der juristischen Umgehungsgutachten und der neuen
Filteranlagen sollten diesmal durch die Samtgemeinde beauftragt werden.
Sicherlich muss bei den herrschenden Mehrheitsverhältnissen weiterhin
darauf geachtet werden, dass die Fragestellungen im Sinne und im
Interesse der Bevölkerung erfolgt.
Die BI wird bei neuen Entwicklungen sofort wieder berichten.
Unterstützen Sie unsere Arbeit gegen die Müllverbrennungsanlagen.
Werden Sie Mitglied, spenden Sie oder fragen uns was man noch so machen
kann.
Denn es gilt weiterhin:
NEIN ! KEINE MÜLLVERBRENNUNG IM EUROPARK!
Unser Spendenkonto: 6 48 48 48 400 bei der OLB, Bankleitzahl: 267 200 28
Helft uns sparen! Wer noch keine e-mail Anschrift angegeben hat - oder
wenn sich Eure Anschrift geändert hat - oder wenn Ihr in den BI
Mailverteiler wollt - bitte einfach eine Mail mit Eurem Namen und dem
Betreff - "BI Mail" - an: schrift@mvaeuropark.de
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23.06.2007
Auch FDP lehnt dritte MVA im Europark ab
da Emlichheim. In der Diskussion um den
Bau einer dritten Müllverbrennungslinie im Europark (die GN berichteten)
hat sich am Freitag auch die Emlichheimer FDP zu Wort gemeldet. Die FDP
lehne die Pläne des niederländischen Westo-Konzerns ab, auf dem Gelände
des Bewehrungs- und Betoncenters Europark (BBE) eine dritte Anlage zu
bauen, sagte FDP-Fraktionschef Evert Rötterink. Allerdings befürchte er,
dass es keine politische sondern eine rechtliche Entscheidung sei. "Wir
müssen versuchen, auf andere Weise Einfluss zu nehmen", meinte Rötterink.
Er forderte, dass bei der Berechnung des Schadstoffausstoßes die beiden
bereits im Bau befindlichen Anlagen hinzugerechnet werden müssten.
Rötterink: "Irgendwann ist das Maß voll." Zudem geben es in der Region
keinen Bedarf für zusätzliche Müllverbrennungskapazitäten. Die dritte
Anlage werde nur zu Mülltourismus und einer steigenden Verkehrsbelastung
für die Menschen in der Region führen, befürchtet der Liberale.
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22.06.2007

22.06.2007
Westo will dritte Verbrennungsanlage bauen
Samtgemeindebürgermeisterin informiert
Politiker über neue Pläne des Konzerns im Europark
Nach Informationen von Daniela Kösters soll
die dritte Verbrennungslinie auf dem Gelände des Bewehrungs- und
Betoncenters Europark (BBE) entstehen. Kösters sowie Sprecher von CDU,
SPD und GBF lehnen die Pläne entschieden ab.
da/ab Emlichheim/Coevorden. Den Menschen in der Samtgemeinde
Emlichheim und der Gemeinde Coevorden droht neues Ungemach. Der
niederländische Westo-Konzern, Eigentümer der Firma BBE und Bauherr
der beiden Müllverbrennungsanlagen (MVA) im Europark, will
offensichtlich seine ursprünglichen Pläne durchsetzen und eine dritte
Verbrennungslinie bauen.
"Über die Bürgerinitiative (BI) gegen Müllverbrennung im Europark bin
ich darüber informiert worden, dass die Investoren (...) eine dritte
Verbrennungslinie planen sollen. Die BI hat diesen Hinweis von ihrem
Rechtsanwalt Philipp Heinz aus Berlin erhalten. Dieser hatte von den
neuen Absichten in einem Gespräch mit einem Sachbearbeiter des
Gewerbeaufsichtsamts Oldenburg erfahren", schreibt
Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters in einer gestern
verbreiteten Presseerklärung.
Der zuständige Sachbearbeiter Berthold Greten habe ihr bestätigt, so
Kösters weiter, dass die Investoren dort eine dritte Linie planten.
Greten rechne damit, dass ein entsprechender Antrag noch vor den
Sommerferien eingereicht werde.
Laut Gewerbeaufsichtsamt ist geplant, eine dritte
Müllverbrennungslinie auf dem BBE-Grundstück zu errichten, auf dem
bereits zwei Verbrennungslinien entstehen. Greten habe ihr mitgeteilt,
so Kösters, dass der Antrag ein völlig neues Verfahren mit
Bekanntmachung und Auslegung der Antragsunterlagen sowie
Öffentlichkeitsbeteiligung auslöse.
Am Dienstag informierte Kösters CDU, SPD, GBF und FDP im
Samtgemeindeausschuss über die neue Entwicklung.
Weder die Verwaltung
noch die Parteien seien von Westo über die Absichten informiert
worden, sagte Kösters gestern auf Anfrage der GN.
Allerdings habe Westo-Chef Henk Jacobs sie gestern Morgen angerufen und um ein
Gespräch an diesem Wochenende gebeten.
Zuvor habe er erfahren, "dass
ich eine Erklärung abgeben werde", berichtete die
Samtgemeindebürgermeisterin.
Weder Jacobs noch ein anderer Sprecher
des Westo-Konzerns waren gestern für die GN erreichbar.
Kösters nahm zu den Plänen wie folgt Stellung: "Ich persönlich spreche
mich deutlich gegen eine geplante dritte Müllverbrennungslinie aus."
Es sei an der Zeit, dass der Gesetzgeber dem Entstehen von immer neuen
Verbrennungsanlagen einen Riegel vorschiebe und nur noch
bedarfsorientiert genehmige, fordert Kösters.
Und weiter: "Für
Investoren ist die vorhandene Rechtslage hochattraktiv und Garant für
ein lukratives Geschäft mit Müllimporten aus aller Welt."
Noch mehr
Müllverbrennung bedeute noch mehr Emissions- und Verkehrsbelastung für
die Bevölkerung der Samtgemeinde.
Daher fordert sie: "Weitere
Belastungen dieser Art können nicht hingenommen werden. Ich bin
sicher, dass diese Auffassung vom überwiegenden Teil der Bevölkerung
der Samtgemeinde geteilt wird."
CDU-Fraktionschef Fritz Berends sagte gestern auf Anfrage: "Die
CDU-Fraktion wünscht keine Erweiterung der MVA. Auch wir möchten nicht
mehr Anlagen."
Er bestätigte, dass seine Fraktion von der Ankündigung
völlig überrascht worden sei. Nach den Erfahrungen der vergangenen
Jahre wünsche er sich jedoch eine sachliche Diskussion.
Die Bereitschaft zu einer vernünftigen Zusammenarbeit mit allen
Parteien bietet auch SPD-Fraktionschef Dieter Schowe an.
Die SPD werde
an ihrer Haltung festhalten und weiterhin keinen Verträgen oder
Verkäufen an Westo zustimmen.
Eine dritte Verbrennungslinie lehnt Schowe ab. Scharfe Kritik übt er im Gespräch mit den GN an der
Informationspolitik der Niederländer.
Auf deutliche Ablehnung stoßen die Erweiterungspläne auch beim
Grafschafter Bürgerforum (GBF).
Auf einer Mitgliederversammlung am
Mittwochabend in Volzel informierte GBF-Vorsitzender Uwe Beiderwellen
etwa 30 Interessierte über die aktuelle Entwicklung.
"Es war die
typische Nummer – alles sollte unter der Hand ablaufen", sagte er zum
Verhalten von Investor und Gewerbeaufsichtsamt.
"Der ganze Mist, den wir drei Jahre lang gehabt haben, geht jetzt
wieder von vorne los", befürchtete der Vorsitzende und stellte klar:
"Verantwortlich dafür sind diejenigen, die uns die Laus in den Pelz
gesetzt haben, die vor uns im Samtgemeinderat diese Sauerei gedeckt
haben."
Beiderwellen betonte allerdings, dass die anderen Fraktionen diesmal
von den Westo-Plänen ebenfalls überrascht worden seien: "Sie haben es
nicht gewusst. Die Politik hat nicht gemauschelt."
Das GBF werde den
übrigen Parteien anbieten, sich gemeinsam gegen den Bau einer dritten
MVA-Linie zu stellen.
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16.05.2007
Artikel erschien im
"Generalanzeiger für Ostfriesland, Oldenburgerland und Emsland"
Prokon:
Die Westoverledinger sehen ihre Befürchtungen bestätigt
Von Felix Weiper
HEIZKRAFTWERK
Nach dem Störfall bei der Verbrennung von giftigen Bahnschwellen
sind die Sorgen noch gewachsen
SPD
und CDU kritisieren erneut das Projekt. Die Gemeinde hält sich
bisher zurück.
Westoverledingen/papenburg - Der Störfall bei der Verbrennung von
giftigen Bahnschwellen im Prokon-Kraftwerk in Papenburg ist im
benachbarten Westoverledingen mit Besorgnis beobachtet worden. „Das
beunruhigt uns doch sehr“, sagte Gerhard Wiechers,
SPD-Fraktionsvorsitzender in Westoverledingen. Die SPD habe von
Beginn an dem Projekt sehr kritisch gegenübergestanden, so Wiechers.
„Wir hoffen, dass Prokon die Probleme in den Griff bekommt und dass
die Stadt Papenburg die Gemeinde Westoverledingen tatsächlich auf
dem Laufenden hält.“
Sehr viel deutlicher fällt der Kommentar des CDU-Ratsherrn Jan-Uwe
Kromminga aus Völlen aus: „Ich habe kein Vertrauen mehr in die Firma
Prokon.“ Und diese Feststellung könne er auch für fast alle Bürger
in Völlen treffen, so Kromminga. „Unsere Befürchtungen haben sich
bewahrheitet. Ganz offensichtlich ist der Betrieb nicht so sicher,
wie es bisher immer gesagt worden ist.“
Die Papenburger FDP-Stadtratsfraktion hat inzwischen den
Bürgermeister der Kanalstadt, Jan Peter Bechtluft, um umfassende
Informationen zur Panne im Heizkraftwerk gebeten. Der
FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Michael Goldmann sagte, der Fall müsse
im Verwaltungsausschuss und im Umweltausschuss behandelt werden.
Zurückhaltung übt dagegen die Gemeinde Westoverledingen. Sie ist in
der Angelegenheit bisher noch nicht an die Stadt Papenburg oder an
die Firma Prokon herangetreten. „Wir beobachten die
Bahnschwellen-Verbrennung aber weiter mit Argusaugen“, erklärte
Pressesprecher Theo Douwes.
Wie der GA berichtete, musste Prokon die probeweise Verbrennung von
verseuchten Bahnschwellen unterbrechen. In dem Kraftwerk war völlig
unerwartet ein Rohr geplatzt, über das Rauchgase aus dem
Verbrennungsraum zur Rauchgas-Reinigungsanlage geführt werden.
Der technische Schaden ist schnell behoben worden. Das
Biomasseheizkraftwerk ist wieder angefahren : allerdings nur mit
unbelastetem Holz. Die Verbrennung der Bahnschwellen ist zunächst
ausgesetzt worden. Frühestens Ende Juni kann Prokon die Testphase
wieder aufnehmen. Denn die Verfahrensbeteiligten wie der TÜV und die
Gewerbeaufsicht müssen den Fall neu bewerten. Das
Gewerbeaufsichtsamt sieht auch nach der technischen Panne keine
grundsätzlichen Probleme bei der Verfeuerung von Bahnschwellen. Das
erklärte Clemens Kampshoff, Mitarbeiter der Emder Behörde auf
Anfrage des General-Anzeigers.
Prokon hatte am 23. April mit der probeweisen Verbrennung von
Bahnschwellen, die mit Teeröl imprägniert sind, begonnen. Bei dem
über drei Wochen angelegten Testbetrieb sollten insgesamt 2500
Tonnen verseuchter Hölzer verfeuert werden. Bis zur Unterbrechung
des Versuchs waren bereits rund 500 Tonnen verbrannt worden. "
„Ich habe kein Vertrauen mehr in die Firma Prokon“ "
Jan-Uwe Kromminga
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10.05.2007
Artikel erschien im
"Generalanzeiger für Ostfriesland, Oldenburgerland und Emsland"

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02.05.2007
MVA Emlichheim als
Beispiel für Mülltourismus

Politmagazin "Monitor" berichtet am
Donnerstag aus der Grenzregion

is Emlichheim. Die umstrittene Müllverbrennungsanlage im Europark
Emlichheim-Coevorden steht am Donnerstag, 3. Mai, im Blickpunkt einer
Reportage des ARD-Politmagazins "Monitor" (Beginn 21.45 Uhr). Im Rahmen
des Themas "Müllofen der Welt – Das lukrative Geschäft mit dem
Import-Müll" hat das Fernsehteam auch in Emlichheim gefilmt und
Interviews geführt. Das berichtete den GN Bürgermeisterin Daniela
Kösters. Kösters teilte mit: "Aufhänger für die Reportage sind die
umstrittenen Giftmülltransporte im Mai aus Australien nach Deutschland
und die allgemein stark angestiegenen (Gift-)Müllimporte in Deutschland
als Folge riesiger Überkapazitäten in deutschen Verbrennungsanlagen. Die
MVA im Europark wird quasi ,pars in toto’ als ein krasses Beispiel für
die Schaffung von Überkapazitäten an einem Standort angesehen, an dem
keinesfalls der in der Region entstehende Müll verbrannt wird, sondern
Müll über das weltweit agierende Unternehmen SITA von weit her
herangeschafft werden muss."
Erwähnenswert sei noch, so Kösters, dass die Reportage von Ralph Hötte
erarbeitet worden ist, der erst kürzlich den Adolf Grimme Preis erhalten
hat. (Näheres dazu auf den Websites von WDR-Monitor und vom Grimme
Preis).
Die Dreharbeiten für die Reportage fanden am vergangenen Freitag und
Montag in Emlichheim, in Laar im Europark sowie an der MBA Wilsum statt.
Interviews wurden unter anderem mit Samtgemeindebürgermeisterin Daniela
Kösters, Dr. Uwe Beiderwellen als Sprecher der Bürgerinitiative gegen
die Müllverbrennung und Henk Jacobs als Investor der MVA geführt.
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01.05.2007
Bürgerinitiative bleibt notwendig und weiterhin aktiv
Neben den Berichten des Vorstandes stand die Aussprache über die Zukunft
der Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung im Mittelpunkt der
diesjährigen Jahreshauptversammlung.
Dabei wurde schnell und einstimmig deutlich, dass es zur Arbeit der BI
noch immer keine Alternative gibt. Zwar hat die Veränderung der
politischen Verhältnisse in der Samtgemeinde endlich die Aufklärung über
die Machenschaften der damaligen Politiker und Verwaltungsleute
ermöglicht, leider hat sich die Einstellung der Parteivertreter von CDU,
SPD und FDP aber noch immer nicht geändert. Weiterhin wird das MVA
Projekt schön geredet und die Arbeit der BI missachtet oder abgewertet.
Zwar werden die Interessen der Bevölkerung in Sachen MVA mittlerweile
durch eine politische Gruppe vertreten, diese kann aber aufgrund der
Mehrheitsverhältnisse die notwendigen Schritte nicht immer durchsetzen.
Auch kann die Verantwortung für die zukünftigen Entscheidungen nicht
wieder allein den Politikern übertragen werden. Da das juristische
Verfahren noch immer nicht weitergeführt wurde steht damit eine
Entscheidung über die Betriebsgenehmigungen weiterhin aus. Ebenso bleibt
offen, wie ggf. die Einhaltung der von der Bevölkerung beim
Erörterungstermin durchgesetzten Auflagen und verbesserten
Schadstoffwerte kontrolliert werden sollen.
Auch spielt der Zeitfaktor eine große Rolle. Die BI ist im Gegensatz zu
der Politik in der Lage, bei Bedarf schnell zu reagieren. Auch bleibt
eine unabhängige Begutachtung, wie aktuell bei der Planung der
Strohverbrennungsanlage der Emslandstärke oder der Prokon in Sachen
Bahnschwellen, gewährleistet.
Nur die BI kann zurzeit parallel, oder in Vertretung einer
handlungsunwilligen Politik, als Kontroll- und Überwachungsorgan
agieren.
Alle Mitglieder der BI sehen sich weiterhin in der Verantwortung und den
anstehenden Aufgaben gewachsen. Eine Widerholung der Missachtung der
Interessen der Bevölkerung muss ausgeschlossen bleiben.
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24.04.2007
PROKON verweigert Zahlungen aus der Ausschüttungsgarantie
Autor:
Resch Rechtsanwälte
Mit Hinweis auf die
schwierige Marktsituation und mehrere windschwache Jahre werden von der
Prokon Unternehmensgruppe jetzt die Zahlungen aus der
Ausschüttungsgarantie an die Kommanditisten der New Energy Fonds V KG
verweigert.
Die Prokon Unternehmensgruppe von Carsten Rodbertus und Dirk Staats hat
nach eigenen Angaben seit 1998 20 Windparks mit 160 Windkraftanlagen
realisiert.
Mehr als 4.000 Anleger haben sich an den Windkraftfonds beteiligt.
Die Initiatoren haben im Jahr 2004 den Prokon New Energy Fonds V KG zur
Errichtung und Betrieb mehrerer Windparks aufgelegt. Zu diesem Zweck
sollen Einlagen von Kommanditisten in Höhe von EUR 25,65 Millionen
eingeworben werden.
Die Gesamtinvestitionen sind mit ca. EUR 115 Millionen angegeben, von
denen die Prokon Energiesysteme GmbH als Generalunternehmerin ca. EUR 98
Millionen erhält.
Im Prospekt wurde eine Ausschüttungsgarantie von eben dieser Prokon
Energiesysteme GmbH besonders herausgestellt, die bei nicht
ausreichender Liquidität der Fondsgesellschaft die Rückzahlung der
Einlagen und der hohen Verzinsung sichern sollte.
Die Ausschüttungsgarantie des Generalunternehmers, die letzten Endes aus
den Anlegergeldern gezahlt wird, stellt also faktisch eine
Einlagenrückerstattung dar.
Sollten dies Zahlungen als Umgehung des Verbotes der Einlagenrückgewähr
qualifiziert werden, müssten die Kommanditisten im Insolvenzfall der
Fondsgesellschaft die Ausschüttungen nach § 172 Abs. 4 HGB zurück
zahlen.
Trotz Kenntnis der schwierigen Marktsituation versucht die
Unternehmensgruppe mit einem neuen Fonds, dem New Energy Fonds VII,
weitere EUR 21 Millionen bei Kommanditisten einzuwerben und Genusscheine
im Gesamtbetrag von EUR 200 Millionen mit einer Verzinsung von 9% an
Anleger zu verkaufen.
Die Kanzlei Resch Rechtsanwälte wird die weitere Entwicklung bei der
Prokon Unternehmensgruppe kritisch beobachten und für Anleger
Möglichkeiten prüfen, die Beteiligung verlustfrei zu beenden.
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24.02.2007
Bahnschwellen
im Bio-Ofen?

Prokon Nord startet Testversuch in
Papenburg

Wie jetzt während
einer Veranstaltung der emsländischen Kreistagsfraktion von Bündnis
90/Die Grünen in Aschendorf bekannt wurde, wird der Betreiber Prokon
Nord in seinem Biomasseheizkraftwerk in Papenburg probeweise
Bahnschwellen verbrennen. Dem hat der Verwaltungsausschuss der Stadt
Papenburg in nichtöffentlicher Sitzung bereits Ende Januar zugestimmt.
Von Manfred Münchow
Aschendorf. "Addi von der Ems" wie er sich nennt, geht "der Draht aus
der Mütze". Der Besucher der Diskussion über Kraftwerke in der Region
ruft empört in der Gaststätte "Good Times" in den kleinen Saal: "Wo Bio
draufsteht, muss auch Bio drinsein."
Doch das ist eine Frage der Sichtweise. Andre Hamers,
Prokon-Projektleiter, weist darauf hin, dass Bahnschwellen per
gesetzlicher Definition Biomasse sind. "Der beste Weg, um Bahnschwellen
zu beseitigen, ist die Verbrennung", sagt Hamers. Da nickt sogar
Hans-Joachim Janssen, Abfallexperte der bündnisgrünen Landtagsfraktion.
Er finde es zwar "auch nicht toll", doch wenn sie ordnungsgemäß und bei
entsprechend hohen Temperaturen durchgeführt werde, sei die Verbrennung
der einzige Entsorgungsweg für Bahnschwellen.
Und der soll jetzt in einer dreimonatigen Testphase beim
Prokon-Biomasseheizkraftwerk in Papenburg erprobt werden, ständig
begleitet und beobachtet von Behörden wie dem Technischen
Überwachungsverein (TÜV) und der Gewerbeaufsicht.
"Wenn der Versuch erfolgreich verläuft, werden wir den Antrag stellen,
Bahnschwellen zu verbrennen", sagt Andre Hamers und gibt sich absolut
zuversichtlich, dass der Test in Papenburg erfolgreich verlaufen wird.
Ob auch im Prokon-Biomasseheizkraftwerk in Emlichheim einmal
Bahnschwellen in den Ofen geschoben werden sollen, steht für Hamers
derzeit nicht zur Diskussion. Erst sollen die Ergebnisse des Tests
abgewartet werden.
Die Anlagen sind baugleich. Doch in Emlicheim gibt es einen Vertrag mit
der Gemeinde, der die Verbrennung von "Monochargen" Bahnschwellen nicht
zulässt. |
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08.02.2007
Erstanträge für MVA zurückgezogen
gn Laar/Oldenburg.
Die Firmen Infracom GmbH und BBE Bewehrungs- und
Betoncenter GmbH haben nach Angaben des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamts
Oldenburg ihre Anträge vom 28. September 2003 auf Errichtung und Betrieb
eines Biomasseheizkraftwerks sowie einer thermischen
Abfallverwertungsanlage zurückgezogen.
Damit sind die
Genehmigungsverfahren für diese Anlagen endgültig abgeschlossen.
Auf dem
ursprünglich vorgesehenen Gelände an der deutsch-niederländischen
Staatsgrenze wird somit keine der damals geplanten Verbrennungsanlagen
errichtet.
Auf die derzeit im Bau befindliche thermische
Abfallverbrennungsanlage mit zwei Verbrennungslinien auf dem
Betriebsgelände von BBE hat diese Antragsrücknahme allerdings keinen
Einfluss.
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07.02.2007
"Haare vom Kopf gefressen"
Daniela Kösters kritisiert Verschuldung
wegen Europark
Kritik an der hohen Verschuldung der
Samtgemeinde Emlichheim, die vor allem auch wegen des Europarks
entstanden sei, äußert die neue Bürgermeisterin Daniela Kösters (GBF).
"Durch die hohen Zins- und Tilgungslasten von knapp eine Million Euro
jährlich werden uns und unseren Kindern buchstäblich die Haare vom Kopf
gefressen", sagte Kösters während der Haushaltsberatung.
Von Manfred Münchow
Emlichheim. Ihr Vorgänger Hildebrand Stegemann habe während der
Etatberatungen im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass die
Samtgemeinde allein in den vergangenen zehn Jahren 35 Millionen Euro
investiert habe, erklärte Kösters. Doch von den 35 Millionen Euro seien
allein 12 Millionen Euro für Grunderwerb und Erschließung in den
Europark investiert worden.
Zurückgeflossen von der Europark GmbH, aus
Fördermitteln des Landes und des Landkreises sowie aus
Grundstücksverkäufen seien knapp 8 Millionen Euro.
"Somit finanziert die
Samtgemeinde immer noch etwa 4 Millionen Euro für das Gewerbegebiet
Europark", betonte Kösters.
Zu diesem Schuldendienst hinzu kommt nach Darstellung von Kösters "die
latente Gefahr" aus der 6-Millionen-Bürgschaft, die die Samtgemeinde für
die Europarkgesellschaft abgegeben hat.
"Uns würde es hier eigentlich
ganz wunderbar gehen, wenn nicht diese hohen Belastungen aus dem
Europark so sehr drücken würden", sagte die Bürgermeisterin.
Nachdem das Land Niedersachsen sich aus der Europarkgesellschaft
zurückgezogen hat, ist der Anteil der Samtgemeinde Emlichheim auf über
45 Prozent geklettert.
Deutliche Fragezeichen setzte Kösters hinter die
von Optimisten erwarteten satten Gewerbesteuereinnahmen. Schließlich sei
noch vor Ablauf der vergangenen Wahlperiode beschlossen worden, für den
Europark die Anerkennung des dritten Zusatzprotokolls zum
Doppelbesteuerungsabkommen zu beantragen.
Im Klartext hieße das: Die
Unternehmen, die sich im Europark ansiedeln, können wählen, ob sie nach
deutschem oder nach niederländischem Recht besteuert werden. Derzeit ist
die Besteuerung in den Niederlanden günstiger als in Deutschland.
"Meine Prognose ist, dass hier durchaus die Gefahr fehlender
Gewerbesteuereinnahmen droht.
Vor allem deshalb, weil das Gewerbegebiet
momentan eher für niederländische Firmen interessant ist", betonte
Samtgemeindebürgermeisterin Kösters.
Der Antrag zum Doppelbesteuerungsabkommen ist für das GBF nach
Darstellung von Harald Konrad-Hammersen ein gewichtiger Punkt, den
Haushalt abzulehnen.
"Für Unternehmen Steuern zu sparen, ist in unserer
Situation hahnebüchend", erklärte Konrad-Hammersen.
Gleichwohl beschloss
die Mehrheit aus CDU, SPD und FDP den Etat.
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24.01.2007
Die niederländische PAC und das GrafschafterBürgerForum fordern
gemeinsam:
WESTO und BBE streng kontrollieren,
Gesetzesübertretungen öffentlich machen,
Grundstücksverkäufe stoppen
Die
Gemeinderatsfraktion der PAC in Coevorden und die
Samtgemeinderatsfraktion des gbf. in Emlichheim sind entsetzt über
eine Dokumentation, die am Dienstag, den 16.01.2007 durch Netwerk im
niederländischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.
In dieser Dokumentation wurde aufgedeckt, dass sich die
niederländische Firma WESTO durch Scheinkonstruktionen bei
Arbeitsverträgen aus der juristischen Verantwortung für unzumutbare
und gefährliche Arbeitsbedingungen stiehlt.
Nach Aussage der Geschäftsführung hat WESTO durch Verträge mit
polnischen Subunternehmern die Verantwortung für sichere
Arbeitsbedingungen der polnischen Arbeiter an diese Subunternehmer
übertragen.
Im vergangenen Jahr erlitt ein polnischer Arbeitnehmer auf Grund
unzureichender Arbeitssicherheitsmaßnahmen bei WESTO einen
tödlichen
Unfall.
Bei der deutschen Firma BBE des gleichen Unternehmers fiel eine
tonnenschwere Betonplatte auf die Beine eines polnischen Arbeiters,
als dieser an der mangels vorgeschriebener Befestigungsmöglichkeiten
ungesicherten Platte arbeitete.
Er verlor beide Beine.
PAC und gbf. sind der Überzeugung, dass
es niederländische und deutsche Behörden nicht tolerieren dürfen, wenn
sich Unternehmer ihrer – in den Niederlanden und in Deutschland
selbstverständlichen – Verantwortung für die Sicherheit ihrer
Beschäftigten entziehen.
Im Hinblick auf die enttäuschende Stellungnahme von WESTO, die auch am
Bau der MVA im Europark beteiligt ist, und die aktuellen Meldungen über
weitere Gesetzesübertretungen muss hier konsequent und schnell gehandelt
werden.
Fehlverhalten darf nicht länger toleriert werden und muss gegebenenfalls
strafrechtlich verfolgt werden.
Darum fordern PAC und gbf. alle, den zuständigen Behörden in den
letzten Jahren bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten oder
Gesetzesübertretungen bei WESTO und BBE, zu veröffentlichen.
Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, werden PAC und gbf. in den
nächsten Wochen Kontakt mit den zuständigen Behörden auf
niederländischer und deutscher Seite aufnehmen.
Sollten WESTO und BBE weitere Grundstückskäufe im Europark planen,
fordern PAC und gbf. die Gemeinde Coevorden, die Samtgemeinde Emlichheim
und die Europark GmbH auf, an diese Unternehmen keinen Quadratmeter
Grund mehr zu verkaufen.
PAC und gbf. sind der Auffassung, dass in dem mit hohen Subventionen
geförderten Europark nur Unternehmen angesiedelt werden dürfen, die sich
ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Arbeitnehmer bewusst sind und
sich nicht durch Beschäftigung billiger, osteuropäischer Arbeitskräfte
und unter fahrlässiger Umgehung von Arbeitsschutzrichtlinien einen
Wettbewerbsvorteil gegenüber seriösen Unternehmen verschaffen. |
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19.01.2007
Politiker und Verwaltungsspitze hätten MVA verhindern können
Man kann die Überschrift auch anders formulieren:
Die alten Mitglieder des Samtgemeinderats haben den Bau der MVA ganz
gezielt ermöglicht und herbeigeführt.
Gegen die Mehrheitsentscheidung der Bevölkerung , gegen die eigenen
öffentlichen Bekenntnisse, gegen alle Warnungen, gegen die rationalen
Erwägungen, gegen die Zukunft der Region.
Zu diesem nüchternen Ergebnis kommt der Bericht der Bürgerinitiative
gegen die MVA im Europark, der zur anstehenden Jahreshauptversammlung
der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird.
Das klingt zunächst ganz bekannt, denn schließlich sind die heimlichen
Grundstücksverkäufe bereits durch die BI aufgedeckt worden.
Neu ist allerdings, wie unverfroren die Öffentlichkeit über die wahren
Hintergründe der Grundstücksverkäufe getäuscht worden ist.
Dies geschah insbesondere durch den Aufsichtsrat der Europark GmbH.
Ganz gezielt wurden hier die Bedingungen und Hintergründe zu den
Grundstücksverkäufen zuerst verheimlicht und dann völlig verfälscht.
Die einfache Wahrheit:
Alle Grundstücksverkäufe im Europark an die Firma BBE zielten einzig und
allein auf den Bau der MVA ab - und ausnahmslos alle Mitglieder des
alten Rates haben es gewusst, gebilligt und unterstützt.
Die endgültigen Beweise dazu liegen nun endlich vor.
Möglich wurde dies durch eine andere Art von Politikern, die ihr Amt in
den neu gewählten Räten und Ausschüssen verantwortlich wahrnehmen und im
Sinne der Bevölkerung deren Interessen vertreten.
In Hinblick auf die schwierige und langwierige Aufgabe den Betrieb der
MVA in Zukunft zu verhindern, ist sich die BI der anhaltende
Unterstützung durch die Bevölkerung sicher. Im juristischen Verfahren
sind die Dinge noch unentschieden.
Dort hatte sich die BI bereits im Juli im Namen zweier Anwohner/innen an
das Nds. Oberverwaltungsgericht gewandt.
Es sollte damit ein Baustopp bewirkt werden. Darüber hat das Gericht bis
heute noch nicht entschieden.
Derartige Zeiträume sind in verwaltungsgerichtlichen Verfahren
allerdings normal.
Dem Gericht liegen nun Stellungnahmen des Gewerbeaufsichtsamtes und der
Anlagenbetreiber, sowie die Erwiderung der Bürgerinitiative vor.
Neben den immissionsschutzrechtlichen Fragen versucht die BI vom Gericht
auch die Frage der Grundstücksverkäufe klären zu lassen.
Da sich kein Zeitrahmen für das Verfahren bestimmen lässt, verweist die
BI zunächst auf die Mitgliederversammlung, die traditionsgemäß Anfang
März stattfinden wird.
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30.12.2006
Müllverbrennung kommt
Baustart Demonstration bis zuetzt
Emlichheim/Coevorden – Im Juni starten die Arbeiten zum Bau einer
Müllverbrennungsanlage im grenzüberschreitenden Industriegebiet Europark
zwischen Emlichheim und der niederländischen Gemeinde Coevorden.
Emlichheims seinerzeitiger stellvertretender Samtgemeindebürgermeister
Heinz Küter-Luks zeigt sich beim offiziellen Startschuss der Arbeiten
froh darüber, dass für die jetzt im Bau befindliche Anlage die
ursprünglich für einen anderen Standort ausgehandelten Umweltwerte "in
die Planungen übernommen wurden". Seitens der niederländischen
Investoren wird betont, dass es sich bei der im Bau befindlichen
Müllverbrennungsanlage "um eine technisch hochmoderne Anlage handelt,
die schon heute die europäischen Normen für 2008 erfüllt".
Zeitgleich zum offiziellen Baubeginn organisiert die Bürgerinitiative
gegen Müllverbrennung in der Nähe des Firmengeländes eine Demonstration,
an der auch die jetzige Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters (GBF)
teilnimmt. Nach der eindeutigen Ablehnung der Anlage bei der
Bürgerbefragung nennt BI-Sprecher Thomas Oppel den Baustart einen
"Schlag ins Gesicht für jeden Demokraten".
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18.11.2006

"Wir
verbrennen keine Bahnschwellen"
Streit Prokon Nord weist Vorwürfe zurück
Gewerbeaufsichtsamt: Keine Geruchsbelästigung
Eine Pressemitteilung der
Raiffeisen-Leasing und eine Anfrage der Annahmestelle für Altholz in
Georgsdorf beim Bauhof in Emlichheim haben das Biomasseheizkraftwerk der
Prokon Nord in die Diskussion gebracht. Sowohl der Kraftwerksbetreiber
als auch das Aufbereitungsunternehmen Biro weisen die Vorwürfe, die
Zuschauer während der konstituierenden Ratssitzung am Mittwoch erhoben
hatten, zurück.
Von Daniel Klause
Emlichheim – Die Diskussion um die Verbrennungsanlagen in Emlichheim hat
neue Nahrung bekommen. Bei der konstituierenden Ratssitzung zitierte ein
Zuschauer aus einer Presseinformation, die die Raiffeisen-Leasing
anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme des Biomasseheizkraftwerks der
Prokon Nord in Emlichheim herausgegeben hatte. Darin heißt es, dass die
Prokon Nord unter anderem zerkleinerte Bahnschwellen verbrennt. Die
österreichische Genossenschaftsbank war der wichtigste Geldgeber beim
Bau des Kraftwerks. Die Verbrennung von Bahnschwellen wäre ein Verstoß
gegen die Vereinbarung, die die Prokon Nord mit der Gemeinde Emlichheim
geschlossen hatte.
Kraftwerksleiter Martin Teckentrup sagte auf Nachfrage der GN, die
Pressemitteilung sei ohne Absprache mit der Prokon Nord veröffentlicht
worden. "Wir verbrennen keine Bahnschwellen, sondern setzen nur Altholz
der Kategorien A 1, 2 und 3 ein", so Teckentrup. Dabei handelt es sich
vor allem um naturbelassenes Vollholz, Türblätter und -zargen sowie um
Altholz aus dem Sperrmüll. Bahnschwellen fallen jedoch unter die
Kategorie A 4. Sie gelten als schadstoffhaltig.
Das zerkleinerte Brennmaterial, (150000 Tonnen werden in Emlichheim pro
Jahr gebraucht) wird von der Biro GmbH geliefert. Die 100-prozentige
Firmentochter der Prokon mit Sitz in Papenburg bezieht die Holzschnitzel
unter anderem von einer Annahmestelle auf dem Gelände der Firma Küpers
in Georgsdorf. Ein Anruf eines Mitarbeiters dieser Annahmestelle beim
Bauhof der Gemeinde Emlichheim hatte in dieser Woche nach den Worten von
Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters im Rathaus für Verwunderung
gesorgt. Der Mann habe wissen wollen, so Kösters, ob beim Bauhof
Bahnschwellen lagerten. Auf Nachfrage habe ihr die Biro dann versichert,
dass in Georgsdorf keine Bahnschwellen zerkleinert würden, so Kösters.
Dies bestätigte Biro-Geschäftsführer Ulrich Schieferstein auf Nachfrage
der GN. Es gebe keine Genehmigung für die Zerkleinerung von
Bahnschwellen in Georgsdorf. Die Schredder seien auch technisch dazu gar
nicht in der Lage. Es sei jedoch richtig, dass in Georgsdorf
Bahnschwellen gesammelt würden, so Schieferstein. "Die Bahnschwellen
werden für das Prokon-Kraftwerk in Papenburg aquiriert, wo sie
zerkleinert anderen Hölzern beigemischt werden dürfen", sagte der
Biro-Geschäftsführer. Die Zerkleinerung der Bahnschwellen übernehme ein
Unternehmen in Bremen, das dafür ausgerüstet sei und die entsprechende
Zulassung habe. Weiter sagte Schieferstein, dass die
Biomasseheizkraftwerke in Zukunft aber wahrscheinlich nicht um die
Verbrennung von Bahnschwellen herumkämen, weil die übrigen Althölzer
nicht ausreichten.
Unterdessen hat das Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück festgestellt, dass es
keinen Zusammenhang zwischen Geruchsbelästigung und den Abgasen des
Prokon-Kraftwerks gibt. Anwohner hatten sich über einen fauligen und
ätzenden Geruch in der Nacht zum 10. September beschwert und das
Prokon-Kraftwerk als möglichen Verursacher genannt. GBF-Vorsitzender Uwe
Beiderwellen hatte daraufhin die Gewerbeaufsicht eingeschaltet.
Amtsleiterin Gesche Saathoff-Schiche erklärte auf Nachfrage der GN: "Wir
können ausschließen, dass die Geruchsbelästigung von der Prokon
ausging." Ob die Kläranlage oder ein Landwirt den unangenehmen Geruch
verursacht hätten, sei jedoch nicht mehr zu ermitteln gewesen. Nach den
Worten von Kraftwerksleiter Teckentrup waren TÜV-Prüfer, die zum
gleichen Zeitraum die Anlage untersucht hatten, bereits zu dem selben
Ergebnis gelangt.
Weiter sagte Saathoff-Schiche, dass das Gewerbeaufsichtsamt in
Abstimmung mit dem Landesumweltministerium das Prokon-Kraftwerk einmal
im Jahr kontrolliert. Bei Beschwerden seien zusätzliche Kontrollen
möglich.
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11.09.2006
GBF ist stärkste Fraktion im Gemeinderat Emlichheim
Emlichheim/MM
– Neben dem Erreichen der Stichwahl um das Bürgermeisteramt für die
Samtgemeinde hat das Grafschafter Bürgerforum (GBF) einen großen Erfolg
in der Gemeinde Emlichheim errungen.
Mit 36,46 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde das GBF auf Anhieb
stärkste Fraktion und ließ die CDU mit 35,79, die SPD mit 18,04 Prozent
und die FDP mit 9,71 Prozent hinter sich.
In den Landgemeinden kann die CDU jedoch weiter auf stabile Mehrheiten
setzen.
In Hoogstede erreicht sie 75,10 Prozent (SPD: 17,05/FDP: 3,22/GBF:1,98).
In der Gemeinde Laar behauptet sich die CDU mit 73,92 Prozent vor dem
GBF mit 18,02, der SPD mit 5,78 und der FDP mit 2,27 Prozent.
In der Gemeinde Ringe setzt sich erwartungsgemäß die Allgemeine
Wählergemeinschaft Ringe mit 74,88 Prozent der abgegebenen Stimmen an
die Spitze, gefolgt von der SPD (12,92), dem GBF (8,57) und der FDP
(3,63).
Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich die Zusammenarbeit im
Rat der Gemeinde Emlichheim entwickelt.
Das Grafschafter Bürgerforum ist zwar die stärkste Kraft im Rat, aber
über eine eigene Mehrheit verfügt es nicht.
Es wird also nach Kompromissen gesucht werden müssen.
Noch offen ist am Wahlabend, ob einige Fraktionen gar strategische
Bündnisse schließen.
Im Rat der Samtgemeinde behält die CDU die absolute Mehrheit.
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19.08.2006

Emlichheims Bürger am Scheideweg
Standortbestimmung Müllverbrennung und
Europark krempeln die Samtgemeinde um
Turnhallenbau in Hoogstede, Dorferneuerung in Laar und
Verkehrsentlastung in Emlichheim. Diese und weitere Themen werden in der
Samtgemeinde Emlichheim beraten und zum Teil auch realisiert. Doch die
alles beherrschenden Themen sind immer noch die Müllverbrennung und das
grenzüberschreitende Gewerbegebiet Europark.
(Auszug GN)
von manfred münchow
Emlichheim – Das hatten sich altgediente Politiker der Samtgemeinde
Emlichheim in ihren kühnsten Träumen nicht gedacht, was in den
vergangenen drei Jahren auf sie eingestürzt ist: Fünf Monate ist es
zunächst ruhig, nachdem die GN im Juli 2003 über die für den Europark
geplanten Müllverbrennungsanlagen berichten. Dann laden Bündnis 90/ Die
Grünen im Dezember 2003 zu einer Veranstaltung ein; was folgt, geht
Schlag auf Schlag: Gründung einer Bürgerinitiative, Demonstrationen,
Unterschriften sammeln. Das Ganze endet mit einer Bürgerbefragung im Mai
des Jahres 2004. Erwartungsgemäß lehnt eine eindrucksvolle Mehrheit der
Bürger die Müllverbrennung im Europark ab.
Doch entgegen den Erwartungen
vieler Beobachter ist die
Wahlbeteiligung mit einem Wert über 65 Prozent
besonders hoch. Das Problem liegt den Emlichheimern auf der Seele.
Inzwischen ist viel Wasser die Vechte heruntergeflossen und entgegen dem
Votum und den Erwartungen der Bürger vom Mai 2004 sind im Juni dieses
Jahres die Arbeiten zum Bau einer Müllverbrennungsanlage im Europark
gestartet.
Die Grundstücke waren das Faustpfand, auf das Viele gehofft
hatten. Doch die Investoren bauen auf dem Gelände des Beton- und
Bewehrungscenters Europark (BBE), des bislang einzigen Betriebes auf der
deutschen Seite des grenzüberschreitenden Gewerbegebietes.
Die
handelnden Personen gehören zum niederländischen KWS-Konzern.
Viele Politiker des Samtgemeinderates, die sich seit dem deutlichen
Ergebnis der Bürgerbefragung nicht mehr öffentlich für die
Müllverbrennung stark gemacht haben, sehen die Entwicklung mit
innerlicher Genugtuung.
Sie waren und sind von einer Sogwirkung der
Müllverbrennungsanlage auf weitere Industrieunternehmen überzeugt.
Die
gesamtwirtschaftliche Lage steht dem entgegen. Doch noch rechtzeitig vor
der Kommunalwahl kann Samtgemeindebürgermeister Hildebrand Stegemann,
der am 10. September nicht wieder antritt, einen Ansiedlungserfolg
vermelden. Das Unternehmen Marcon b. v. aus Hardenberg will eine
Aluminiumgießerei und einen metallverarbeitenden Betrieb im Europark
errichten.
Das hat zwar nichts mit der angenommenen Sogwirkung der
Müllverbrennungsanlage zu tun, aber 40 bis 50 Arbeitsplätze sind in
heute immer ein Erfolg.
Doch dieser Ansiedlungserfolg löst noch nicht die Probleme in der
Kommunalpolitik der Samtgemeinde Emlichheim.
Vor allem ein
Vertrauensverlust zwischen Politik und Bürgern muss aufgearbeitet
werden.
Zu schlecht war anfangs die Informationspolitik der
Samtgemeinde, in der von den Gegnern mehr emotional als sachlich
geführten Debatte um die Müllverbrennung.
Zu stark das Gefühl der
Ohnmacht der Bürger gegen "die da oben."
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14.07.2006
BI
will Kampf gegen die MVA fortsetzen
Emlichheim/gn – Rund 150 Besucher haben sich nach Angaben der
Bürgerinitiative (BI) "Müllverbrennung im Europark" vor Kurzem in
Emlichheim über den Stand der Aktivitäten gegen den Bau der
Müllverbrennungsanlagen (MVA) im Europark informiert. Nach Ansicht des
BI-Vorstands nutzen die Investoren derzeit auf eigenes Risiko eine
Baugenehmigung, die noch gar nicht rechtskräftig ist.
Die Tätigkeit der BI soll sich daher nun auf eine juristische Ebene
verlagern.
Gegen den Vorbescheid und die erste Teilgenehmigung laufen mehrere
Widersprüche von Einwendern und der BI, über die noch nicht
entschieden ist.
"Wir sind noch mittendrin. Es besteht kein Grund, vorzeitig aufzugeben
und unsere grundgesetzlich gewährten Rechte nicht wahrzunehmen",
erklärte der Vorstand.
Gegen die Bescheide ist nach Informationen der BI der Klageweg
allerdings erst dann offen, wenn die Genehmigungsbehörde die
Widersprüche abgelehnt hat.
Der Vorstand berichtete, dass die BI schon jetzt ein Eilverfahren beim
Oberverwaltungsgericht Lüneburg mit dem Ziel eines Baustopps
eingeleitet habe.
Unmut erregte ein Antwortschreiben der Europark-GmbH auf eine Anfrage
des BI-Rechtsanwalts, wie es sein könne, dass die MVA-Investoren trotz
Verbots, Anlagen auf dem Gelände eines Regenrückhaltebeckens
errichteten.
Nach Ansicht der BI duldet die Europark GmbH damit ein
vertragswidriges Verhalten.
Die BI sieht sich in der Ansicht bestätigt, dass man die
Verbotsklausel nur aufgenommen habe, um die Bürger ruhig zu stellen.
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05.07.2006
Pressemitteilung über BI-Informationsveranstaltung am Do, 29.06.2006
BI
weiter aktiv gegen MVA
Nachdem
Investoren und Vertreter von Politik unter erheblichen, völlig
überflüssigen Sicherheitsvorkehrungen auf dem BBE-Gelände den 1.
Spatenstich zur MVA feierten, informierte die Bürgerinitiative gegen
Müllverbrennung im Europark am vergangenen Donnerstag in der Aula in
Emlichheim über den aktuellen Stand der weiteren Aktivitäten gegen den
Bau der Müllverrennungsanlagen im Europark.
Der BI-Vorstand erläuterte auf der trotz WM und gutem Wetter mit ca. 150
Interessierten besuchten Veranstaltung, dass die Investoren derzeit auf
ihr eigenes Risiko von einer Baugenehmigung Gebrauch machen, die noch
gar nicht rechtskräftig ist.
Die Tätigkeit der BI wird sich jetzt maßgeblich auf eine juristische
Ebene verlagern.
Die Gewaltenteilung und das Rechtsstaatsprinzip in diesem Land gewähren
die Möglichkeit Entscheidungen einer Verwaltung gerichtlich, wenn es
sein muss auch durch mehrere Instanzen überprüfen zu lassen.
Gegen den Vorbescheid und die 1. Teilgenehmigung laufen derzeit mehrere
Widerspruchsverfahren von Einwendern und BI, über die noch nicht
entschieden wurde.
„Wir werden das, was wir angefangen haben, auch ordentlich beenden.
Wir sind noch mittendrin.
Es besteht kein Grund, vorzeitig aufzugeben und unsere grundgesetzlich
gewährten Rechte nicht wahrzunehmen“ betonte die BI unter spontanem
Applaus der Zuhörer.
Gegen die Bescheide ist der Klageweg erst dann offen, wenn die
Genehmigungsbehörde über die Widersprüche ablehnend entschieden hat.
Der Vorstand berichtete, dass die BI den Beginn der Bauarbeiten nicht
untätig beobachten will, und hat aus diesem Grund schon jetzt ein
Eilverfahren beim OVG Lüneburg mit dem Ziel eines Baustopps eingeleitet
hat.
Dieses richtet sich gegen die Entscheidung der Genehmigungsbehörde über
einen Sofortvollzugsantrag der Investoren, womit sie trotz fehlender
Bestandskraft der Bescheide beginnen konnten.
Die Investoren hatten ihren Antrag u.a. damit begründet, dass bereits
so „hohe Vorlauf- und Finanzierungskosten entstanden sind, dass eine
Verzögerung zu einer erheblichen Verteuerung der Finanzierungskosten
führen würde“.
Daran wird deutlich, dass die Investoren schon jetzt unter erheblichem
finanziellen Druck stehen müssen.
Mit
Unmut reagieren die Zuhörer der Veranstaltung auf die Verlesung eines
Antwortschreibens der Europark-GmbH auf eine Anfrage des
BI-Rechtsanwaltes, wie es sein könne, dass die Investoren trotz einer
vertraglichen Verbotsklausel, die nach der Bürgerbefragung im Mai 2004
in die weiteren Grundstückverträge festgeschrieben wurde, nunmehr
Anlagen (z.B. ein Regen/Löschwasserbecken für die MVA) auf eben diesen
Grundstücken errichten.
Obwohl dieses eindeutig einen Vertragsbruch darstellt, heißt es in der
Antwort der Europark GmbH lediglich: „Das Regenrückhaltebecken ist
darauf ausgelegt, nicht nur Oberflächenwasser von dem Gelände der MVA
aufzunehmen, sondern auch Oberflächenwasser vom Gelände der Beton-und
Bewehrungswerkes.
Somit ist das Becken nicht nur für die Müllverbrennungsanlage
bestimmt...“
Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zusammenhang, dass die
Gesellschaft, die das Betonwerk betreibt und die Antragsteller der MVA
identisch sind.
Die Europark GmbH duldet danach ganz offensichtlich ein vertragswidriges
Verhalten ihres Vertragspartners.
Darin sieht sich die BI ein weiteres Mal darin bestätigt, dass man mit
der Aufnahme dieser Verbotsklausel in die Kaufverträge nach der
Bürgerbefragung deren eindeutiges Ergebnis nur scheinbar umsetzen
wollte, um die Bürger ruhig zu stellen.
P.S.
HIER das
Antwortschreiben der Europark-GmbH.
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29.06.2006
Informationsveranstaltung
Donnerstag,
29.06.06, 20 Uhr
Aula des Schulzentrums Emlichheim
Thema: Aktuelles zur MVA - 1. Teilgenehmigung!
Mit dieser Gelegenheit fordern wir alle Mitglieder und Unterstützer
auf, sich auch politisch gegen die MVA im Europark zu engagieren. Die
vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, daß die Politiker nicht
Willens waren den Bürgerwillen umzusetzen. Wenn wir langfristig
Projekte wie die MVA verhindern wollen, müssen die amtierenden
Politiker abgewählt werden.
Wir wollen die alten Politiker aber nicht durch Neue ersetzen, die
bedenkenlos in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten. Deshalb müssen
wir selber bereit sein, Verantwortung für die Zukunft unserer Region
zu übernehmen.
Die anstehenden Kommunalwahlen geben uns dazu die Gelegenheit.
Kandidatenaufstellungen für die Gemeinde-u. Samtgemeinderäte finden
statt: Beim gbf. am 21.06.06, 19.30 Uhr, in der Gaststätte Dorfkrug,
Emlichheim und bei der SPD am 13.07.06 im AWO-Heim in Emlichheim. Bei
der CDU ist keine Veranstaltung geplant, geeignet erscheinende
Kandidaten werden persönlich angesprochen. Bei der FDP steht ebenfalls
kein Termin fest.
Es kann nun jeder wählen, bei welcher Partei er seine Interessen
besser vertreten sieht - Es liegt aber an uns die bestehenden
Verhältnisse zu verbessern und Fehlentwicklungen, wie das MVA Projekt,
zukünftig von Anfang an zu verhindern. Am Ende bleibt das gewohnte,
immer noch gültige Sprüchlein:
Bitte informiert eure Familie, Freunde, Bekannte und Nachbarn und
behaltet das Thema in der Diskussion.
Unsere Sachargumente haben sich nicht geändert und die Befürworter
haben immer noch keine.
In der Gewissheit, dass wir die Dinge gemeinsam verändern können
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,
i.A.
Achim Pape
Schriftführer
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23.06.2006

Start zum Bau der Müllverbrennung
Europark Anlage soll Ende 2007 fertig sein und nach Probebetrieb im
Sommer 2008 produzieren
Nachdem die erste Teilgenehmigung für
den Bau der Müllverbrennungsanlage im Europark seit einigen Wochen
vorliegt und die Arbeiten bereits gestartet sind, ist gestern der
offizielle Start für den Bau der Anlage erfolgt. Gegner der
Müllverbrennungs nutzten die Gelegenheit zu einer Demonstration in der
Nähe des Betriebsgeländes (siehe Bericht unten).
von manfred münchow
Emlichheim/Coevorden – Im Namen der Investoren sagte Frank Duut, dass
es sich bei der jetzt im Bau befindlichen Müllverbrennungsanlage "um
eine technisch hochmoderne Anlage handelt, die schon heute die
europäischen Normen für 2008 erfüllt". Zudem sei es "eine kräftige
Investition mit vielen Arbeitsplätzen und positiven Auswirkungen auf
die Umwelt." Es sei eine Anlage, so Duut, "aus der die Luft fast
sauberer raus- als reingeht".
Emlichheims stellvertretender Samtgemeindebürgermeister Heinz
Küter-Luks, einer der wenigen Politiker des Samtgemeinderates, die an
der Feierstunde teilnahmen, erinnerte an die Auseinandersetzungen der
vergangenen Jahre, die in einer Heftigkeit geführt worden seien, die
er zuvor noch nicht erlebt habe. Dabei seien einige Politiker, zu
denen auch Samtgemeindebürgermeister Hildebrand Stegemann gehören,
derart angegangen worden, das es zum Teil schon Rufmord gewesen sei.
Küter-Luks äußerte sich "froh darüber", dass für die jetzt zu bauende
Anlage die ursprünglich für einen anderen Standort ausgehandelten
Grenzwerte "in die Planungen übernommen wurden". In der Samtgemeinde
habe man, so Küter-Luks, seinerzeit darauf gebaut, dass die
Müllverbrennungsanlage durch die Produktion von günstiger Energie die
Entwicklung des Europarks vorantreibe. Durch die Prokon-Anlage in
Emlichheim etwa spare die Emsland-Stärke jährlich 500000 Euro.
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21.06.2006
Demo gegen MVA-Spatenstich
Laar-Die Bürgerinitiative (BI) gegen Müllverbrennung im Europark ruft
für morgen ab 14 Uhr zu einer Demonstration gegen den "offiziellen
Spatenstich" der Müllverbrennungsanlage auf dem Gelände der Firma BBE
im Europark auf. Die BI kündigt eine etwa einstündige "Gegenaktion"
vor den Toren des BBE-Geländes an. In der Ankündigung heißt es: "Wir
sprechen uns mit aller Deutlichkeit dagegen aus, dass die politischen
Vertreter der Samtgemeinde sich gegen das eindeutige Bürgervotum hier
Hand in Hand mit den Investoren am Spatenstich beteiligen."
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19.06.2006
Informationsveranstaltung
Donnerstag,
29.06.06, 20 Uhr
Aula des Schulzentrums Emlichheim
Thema: Aktuelles zur MVA - 1. Teilgenehmigung!
Mit dieser Gelegenheit fordern wir alle Mitglieder und Unterstützer
auf, sich auch politisch gegen die MVA im Europark zu engagieren. Die
vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, daß die Politiker nicht
Willens waren den Bürgerwillen umzusetzen. Wenn wir langfristig
Projekte wie die MVA verhindern wollen, müssen die amtierenden
Politiker abgewählt werden.
Wir wollen die alten Politiker aber nicht durch Neue ersetzen, die
bedenkenlos in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten. Deshalb müssen
wir selber bereit sein, Verantwortung für die Zukunft unserer Region
zu übernehmen.
Die anstehenden Kommunalwahlen geben uns dazu die Gelegenheit.
Kandidatenaufstellungen für die Gemeinde-u. Samtgemeinderäte finden
statt: Beim gbf. am 21.06.06, 19.30 Uhr, in der Gaststätte Dorfkrug,
Emlichheim und bei der SPD am 13.07.06 im AWO-Heim in Emlichheim. Bei
der CDU ist keine Veranstaltung geplant, geeignet erscheinende
Kandidaten werden persönlich angesprochen. Bei der FDP steht ebenfalls
kein Termin fest.
Es kann nun jeder wählen, bei welcher Partei er seine Interessen
besser vertreten sieht - Es liegt aber an uns die bestehenden
Verhältnisse zu verbessern und Fehlentwicklungen, wie das MVA Projekt,
zukünftig von Anfang an zu verhindern. Am Ende bleibt das gewohnte,
immer noch gültige Sprüchlein:
Bitte informiert eure Familie, Freunde, Bekannte und Nachbarn und
behaltet das Thema in der Diskussion.
Unsere Sachargumente haben sich nicht geändert und die Befürworter
haben immer noch keine.
In der Gewissheit, dass wir die Dinge gemeinsam verändern können
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,
i.A.
Achim Pape
Schriftführer
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17.06.2006
Erster Spatenstich
für MVA
Laar – Gut drei Jahre nach der Vorstellung der ersten Pläne für
Müllverbrennungsanlagen (MVA) im Europark erfolgt am Donnerstag, 22.
Juni, der erste Spatenstich. Der offizielle Teil beginnt um 15 Uhr auf
dem Betriebsgelände der Firma Beton- und Bewehrungscenter Europark,
kurz BBE, am Vosmatenweg. Der Name der neuen Firma lautet "Europark
Verbrennings Installatie", abgekürzt EVI.
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10.06.2006
GN vom 10.06.2006
Müllofen darf
gebaut werden
Die
erste Teilgenehmigung für die Müllverbrennungsanlage im Europark ist
erteilt.
Eventuelle Widersprüche haben keine aufschiebende Wirkung für den Bau
der Anlage
Emlichheim/Oldenburg/MM – Bereits am 23. Mai sei die Entscheidung
gefallen. Das erklärte gestern das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt in
Oldenburg auf Anfrage der GN.
Demnach dürfen die Antragssteller auf dem Gelände des Beton- und
Bewehrungscenters Europark (BBE) sofort mit dem Bau der
Anlieferungshalle, des Bunkers, des Kesselhauses, der
Rauchgasreinigung, des Maschinenhauses, des Schornsteins und des
Gebäudes für ein Reststofflager beginnen. Die Genehmigungen für die
eigentliche Feuerungsanlage und der Dampfkesselanlage stehen ebenso
noch aus, wie die eigentliche Betriebsgenehmigung.
Wie Berthold Greten vom Gewerbeaufsichtsamt gestern erläuterte, ist
die jetzt erteilte Genehmigung mit einer "sofortigen Vollziehung"
versehen. Das heißt: Widersprüche gegen die Teilgenehmigung haben
keine aufschiebende Wirkung für den Bau der Anlage.
Sollten Gegner der Müllverbrennungsanlage eine aufschiebende Wirkung
von Widersprüchen wieder herstellen wollen, müssen sie dieses beim
Oberverwaltungsgericht Lüneburg beantragen. Dieses prüft dann in einem
so genannten Eilverfahren unter anderem auch, ob die Genehmigung zu
Recht erteilt worden ist.
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01.06.2006
Westo BV hat gestern mit den
Vorbereitungen zum Bau der Müll Verbrennungsanlage (MVA) auf der
deutsche Seite des grenzüberschreitendem Europark in Coevorden
/Emlichheim begonnen.
Die Investitionssumme soll bei € 225 Mio. liegen, und angeblich 75
Arbeitsplätze schaffen.
Niederl. Beitrag (Dagblad van het Noorden)
HIER
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19.05.2006
GN-Auszug
Arbeitsunfall im Europark
Laar – Ein Beschäftigter der Firma BBE hat gestern um 12.25 Uhr bei
einem Arbeitsunfall schwere Verletzungen erlitten. Nach Polizeiangaben
stürzte aus bislang ungeklärter Ursache ein Betonteil um und begrub
beide Beine des Mannes unter sich. Ein niederländischer
Rettungshubschrauber brachte den polnischen Leiharbeiter in ein
Spezialkrankenhaus nach Groningen. Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamts
Osnabrück sollen die Ursache des Unfalls bei der im Europark ansässigen
Firma prüfen.
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15.05.2006
GN-Auszug
BUND kritisiert Pläne für MVA und Ferienparks
Naturschutz Kreisgruppe fordert
Nachbesserungen im Europark, in Itterbeck und Gildehaus
Nordhorn/he – Die Kreisgruppe des Bunds für Umwelt- und Naturschutz
(BUND) hat kürzlich Bilanz gezogen. Walter Oppel sprach dabei im Hotel "Bonke"
über die Maßnahmen des vergangenen Jahres. Besondere Sorge bereiten dem
BUND das geplante Feriengebiet "Gut Langen" bei Bad Bentheim und der
geplante Ferienpark Itterbeck.
Im Fall "Gut Langen" fordert der BUND eine neue
Umweltverträglichkeitsuntersuchung. In dem Plangebiet siedeln seltene,
teilweise vom Aussterben bedrohte Arten. Für den Ferienpark Itterbeck
fordert der BUND die Meldung als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) bei
der EU, da es sich bei 13 Hektar um Heideflächen und andere geschützte
Lebensräume handelt.
Mit den Kanalvisionen des Landkreises und dem damit verbundenen
touristischen Befahren der Nordhorner Kanäle erklärt sich der BUND
grundsätzlich einverstanden. Der Landkreis hatte in seiner Genehmigung
festgelegt, dass in einem auf drei Jahre befristeten Berichtszeitraum
eventuelle Schäden, etwa in den Uferzonen, ermittelt werden müssen.
Sorge bereitet dem BUND die geplante Müllverbrennungsanlage (MVA) im
Europark. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren BUND und
Naturschutzbund (Nabu) den geplanten Bau der Anlage. Sie kritisieren,
die Anlage erfülle nicht die Voraussetzungen des
Bundes-Immissions-Schutz-Gesetzes, die Sicherheit sei ungenügend, Luft
und Boden würden einer hohen Belastung ausgesetzt und der Naturschutz
sei nicht ausreichend berücksichtigt worden, etwa das Vogelschutz-Gebiet
"Laarsches Bruch" in der Nähe.
Zufrieden zeigt sich der BUND mit der Wiedervernässung im Hochmoor
Ringe. Stellenweise würden wieder Heide, Wollgräser und Torfmoos
wachsen.
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UP
17.03.2006
GN-Auszug
GBF teilt gegen "Pro Grafschaft" aus
Kommunalpolitik "Große Chance auf
Vereinigung der unabhängigen Wählergemeinschaften vertan"
Mit einer kämpferischen Rede hat der
Vorsitzende des "Grafschafter Bürgerforums" (GBF), Uwe Beiderwellen,
am Mittwoch bei der ersten Jahreshauptversammlung seine Mitstreiter
auf den Wahlkampf eingestimmt. Heftige Kritik äußerte er am Europark,
an der geplanten Hühnerfabrik in Hoogstede und an den anderen
unabhängigen Wählergemeinschaften.
Von Daniel Klause
Emlichheim – Für Uwe Beiderwellen steht fest: "Die Bürger leiden unter
politischer Bevormundung durch ebenso selbstgerechte wie unfähige
Politiker."
Den Kommunalpolitikern bescheinigte er "Streben nach
persönlicher Macht, Unfähigkeit, Bequemlichkeit und Lobbyismus".
Die
Folgen seien "wirtschaftliche Stagnation und Arbeitslosigkeit – vor
allem in der Niedergrafschaft – unsinnige Großprojekte, horrende
Schuldenberge (...) und heuschreckenartige Überfälle niederländischer
Investoren".
Als Beispiel für eine verfehlten Politik nannte der GBF-Vorsitzende
den Europark.
Hier würden seit zehn Jahren Millionen in den Sand
gesetzt ohne messbaren Nutzen.
Einziger Nutzniesser sei die Bentheimer
Eisenbahn.
"Die Schulden tragen jedoch die Bürger der Samtgemeinde
(Emlichheim) und von Coevorden", so Beiderwellen.
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UP
24.01.2006

Coevorden drängt auf strenge Kontrollen
Müllverbrennung Westo will nun doch eine
Anlage im niederländischen Teil des Europarks bauen
Das niederländische
Müllentsorgungsunternehmen Westo hat bei der Gemeente Coevorden die
Errichtung einer Müllverbrennungsanlage (MVA) im niederländischen Teil
des Europarks beantragt. Die Verwaltung befürwortet den Bau und
fordert, dass alle im Europark zu errichtenden Anlagen die strengeren
niederländischen Umweltauflagen erfüllen.
Coevorden/Laar/DA – In die Diskussion um den Bau von
Müllverbrennungsanlagen im Europark kommt wieder Bewegung. Nach
Auskunft der Gemeente Coevorden hat Westo vor Kurzem einen Antrag auf
Bau einer Müllverbrennungsanlage auf niederländischem Gebiet gestellt.
Begründung: Die bislang dafür vorgesehenen Flächen auf dem
Betriebsgelände der Firma BBE reichen nicht aus für zwei Anlagen.
Westo möchte nun einen Hektar Land kaufen, den die Gemeente bislang
für den Tierfutterhersteller IAMS im Fall einer Betriebeserweiterung
reserviert hatte.
In einer Mitteilung heißt es dazu, dass der Coevordener
Verwaltungschef, Bürgermeister Bert Bouwmeester, unter bestimmten
Bedingungen zum Verkauf der Fläche an Westo bereit sei. Zunächst müsse
IAMS auf den Hektar Land verzichten. Dann müssten nicht nur für den
Betrieb der auf niederländischem Staatsgebiet geplanten MVA, sondern
auch für die auf deutschem Territorium vorgesehene MVA die
niederländischen Umweltgesetze gelten. Als Begründung führt die
Gemeente die Nähe zur Wohnbebauung an.
Nach niederländischem Recht ist unter anderem ein Biomonitoring
zwingend erforderlich. Unter Biomonitoring versteht man die
regelmäßige Bestimmung von Schadstoffen und ihrer Stoffwechselprodukte
in Körperflüssigkeiten und in der menschlichen Erbmasse. Auch
Emlichheims Samtgemeindebürgermeister Hildebrand Stegemann hatte ein
Biomonitoring gefordert, das jedoch in Deutschland nicht zwingend
notwendig ist.
Weil das Gewerbeaufsichtsamt in seinem Anfang Dezember ergangenen
positiven Vorbescheid die strengen Kontrollen nicht zur Auflage für
eine spätere Genehmigung gemacht hatte, wendet sich die Gemeente
Coevorden nun an die Europäische Kommission, das niederländische
Parlament, die Provinz Drenthe und das Land Niedersachsen mit der
Bitte um zügige Harmonisierung der Gesetze. Was für eine MVA auf
niederländischem Gebiet gilt, muss nach Ansicht der Coevordener
Verwaltung in einem grenzüberschreitenden Gewerbegebiet auch für eine
Anlage auf deutschem Gebiet gelten. Der Coevordener Gemeinderat soll
heute Abend über die Resolution beraten.
Für den Bau einer MVA auf niederländischem Gebiet spricht nach Ansicht
von Bürgermeister Bouwmeester auch die Verkehrssituation. Auf Grund
der Nähe zum neuen Hafen im Europark könnte ein großer Teil des zu
verbrennenden Mülls mit Schiffen transportiert werden. Die letzte
Bedingung, die die Niederländer an Westo stellen, betrifft die Sorgen,
Nöte und Wünsche der Bevölkerung. Um ihren Interessen ein Sprachrohr
zu geben, verlangt Coevorden die Bildung einer Gruppe mit unabhängigen
Persönlichkeiten, an die sich jeder wenden kann.
Unterdessen geht im Emlichheimer Gewerbegebiet der Bau des
Biomasse-Heizkraftwerks der Firma Prokon-Nord zügig voran. Gut ein
Jahr nach dem Beginn der Bauarbeiten ist in der vergangenen Woche die
Trafoanlage geliefert worden. Voraussichtlich im März soll der
Probebetrieb, im Mai der reguläre Betrieb starten.
Im Gegensatz zu den im Europark geplanten Anlagen sollen in der
Prokon-Anlage vor allem Holzabfälle verbrannt werden. Die bei der
Verbrennung und Stromerzeugung anfallende Wärme soll an die
benachbarte Emsland-Stärke geliefert werden. Die Prokon-Nord hat
inzwischen die ersten Beschäftigten eingestellt.
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UP
05.01.2006
Zwei Wochen Einsicht in MVA-Vorbescheid
Auslegung Beiderseits der Grenze
Emlichheim/MM – Das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg hat dem
Unternehmen Beton- und Bewehrungscenter Europark (BBE) einen
Vorbescheid zum Bau und Betrieb von zwei Müllverbrennungsanlagen (MVA)
im Europark erteilt (die GN berichteten). Dieser Vorbescheid liegt in
der Zeit vom 12. bis zum 26. Januar (also nicht nur bis zum 16. Januar
wie irrtümlich berichtet) öffentlich aus.
An folgenden Orten haben interessierte Bürger die Möglichkeit,
Einsicht in die Unterlagen zu nehmen:
l Bürgerbüro im Rathaus der Samtgemeinde Emlichheim, montags bis
freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 12.30 Uhr, montags, dienstags und
mittwochs in der Zeit von 13.30 Uhr bis 17 Uhr, donnerstags in der
Zeit von 13.30 Uhr bis 18 Uhr sowie freitags in der Zeit von 13.30 Uhr
bis 16 Uhr.
l Gemeindehaus in Hardenberg, montags bis donnerstags in der Zeit von
9 Uhr bis 15 Uhr und freitags in der Zeit von 9 Uhr bis 12 Uhr.
l Gemeinde Coevorden, Abteilung "Bouw en Milieu", montags bis freitags
in der Zeit von 8.30 Uhr bis 12 Uhr sowie donnerstags in der Zeit von
16 Uhr bis 18 Uhr.
l Provinz Drenthe bei der "Stafgroep Communicatie" in Assen, montags
bis freitags in der Zeit von 8.30 Uhr bis 17 Uhr.
l Staatliches Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg, montags bis
donnerstags in der Zeit von 8 Uhr bis 16.30 Uhr und freitags in der
Zeit von 8 Uhr bis 14 Uhr.
Nach dem Ende der öffentlichen Auslegung kann innerhalb eines Monats
gegen den Vorbescheid Widerspruch erhoben werden. Der Vorbescheid für
den Bau und Betrieb von zwei Anlagen, in denen jeweils bis zu 182000
Tonnen Müll im Jahr verbrannt werden sollen, ist noch keine
Genehmigung.
Das Gewerbeaufsichtsamt hat damit aber festgestellt, dass
der vorgesehene Standort im Europark grundsätzlich für
Müllverbrennungsanlagen geeignet ist.
Das Gewerbeaufsichtsamt ist der
Ansicht, dass von den beantragten Anlagen keine erheblichen
Belastungen für die Umwelt ausgehen.
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UP
03.01.2006
Der Auslegung folgt Frist zum Widerspruch
Bezug: GN-Artikel "Die MVA-Werte haben wir ausgehandelt" vom 31.
Dezember
In den Hinweisen des Samtgemeindebürgermeisters zur Auslegung des
Vorbescheids zur MVA im Europark zeigt sich leider wieder einmal, wie
wenig kompetent von dort informiert wird.
Der Vorbescheid wird nicht
nur, wie von Herrn Stegemann angegeben, fünf Tage vom 12. bis zum 16.
Januar ausliegen, vielmehr beträgt die gesetzliche Auslegungsfrist zwei
Wochen.
Die Auslegung hat im Anschluss an die öffentliche Bekanntmachung
des Vorbescheides durch die Genehmigungsbehörde zu erfolgen, die bis
jetzt immer noch nicht stattgefunden hat, obwohl diese eigentlich vom
Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg bereits für den 22. Dezember angekündigt
war.
In seinen Hinweisen zur Auslegung verschweigt Herr Stegemann (bewusst?)
die an das Ende der öffentlichen Auslegung anschließende
Widerspruchsfrist.
Durch die Einlegung eines Widerspruchs kann –
hoffentlich dauerhaft – verhindert werden, dass der Vorbescheid
bestandskräftig wird.
Die selbstgefällige Aussage Stegemanns, die MVA-Werte seien von ihm
ausgehandelt, ist ein Schlag ins Gesicht aller engagierten Einwender.
Es
sei ihm zur Lektüre der 46-seitige Vorbescheid empfohlen.
Daraus geht
immer wieder ausdrücklich hervor, dass durch die strengen Auflagen den
Einwendungen der MVA-Gegner Rechnung getragen wurde.
Daniela Kösters Bonhoefferstraße 8 Emlichheim |
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